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14.09.2020 Jirnsum - Franeker, Sonne,  ca. 24 Grad 


Die Sonne begrüsst uns zu einem sehr schönen, warmen Herbsttag. Die Nacht war sehr kalt, so dass die Rina Blue am Morgen mit viel Tauwasser bedeckt ist. Nach dem Frühstück müssen wir zuerst dafür sorgen, dass wir aus den Fenstern sehen können. Alles ist sehr nass und es ist auch noch recht kühl. Wir fahren zuerst an die Bunkerstation und füllen den Treibstofftank auf. Jetzt kann es los gehen zu unserer nächsten Tour in Friesland. Heute wollen wir nach Franeker und dort das Planetarium besuchen. Bereis am Samstag haben wir per Internet entsprechende Tickets gebucht. Ohne Ticket, kein Planetarium Besuch wegen Corona. In Gemütlicher fahrt geht es zuerst auf dem Prinses Margrit Kanaal bis nach Grou. Dann biegen wir über Backbord ab und fahren Richtung Wargea. Der Kanal schlängelt sich durch die grüne Landschaft, zuerst vorbei an einigen Archen, dann durch saftig grüne Wiesen. Die schwimmenden Häuser sind zum Teil schön hergerichtet und ein paar sehen recht verwahrlost aus. Auf dem Van Harnixma Kanaal geht es dann westwärts. Es ist heute nur wenig los auf dem Wasser. Ein paar Sportschiffe unnd wenige Frachter sind unterwegs. Kurz nach dem Mittag erreichen wir Franeker und können an unserem angestammten Platz festmachen. Um 15.00 Uhr sind wir beim "Koninklijk Eise Elsinga Planetarium". dies ist das älteste funktionierende Planetarium der Welt. Ein Besuch lohnt sich alle weil. Mit einem Kaffee und einer "Dame Blanch" beschliessen wir den Rundgang. Nachtessen, Spaghetti mit Salat und ein Beeri Dessert gibt es heute an Bord.

15.09.2020 Franeker - Harlingen, Sonne,  ca. 27 Grad 


Ein prächtiger Tag begrüsst uns heute, Sonne pur. Wir fahren nach dem Frühstück die kurze Strecke von Franeker nach Harlingen. Es sind fast keine Schiffe unterwegs. Die Werften am Kanal haben bereits alle Hände voll zu tun mit dem Auswassern von Motor und Segelschiffen. Die Fahrt auf dem Van Harnixma Kanal geht zügig und schon bald erreichen wir die Einfahrt zum Yachthafen WSV. Die Einfahrt ist sehr schmal und man muss gut navigieren, dass mann gerade durch die Einfahrt fährt. Beim Hafengebäude melden wir uns an. Die Rina Blue ist bekannt hier und die Schiffsdate werden sofort im Computer gefunden. Wir bezahlen für zwei Nächte und können im Hafen hinter dem Park an gewohnter Stelle festmachen. Dazu muss der Hafenmeister eine kleine Zugbrücke öffnen. Am Nachmittag machen wir einen Spatziergang in das Städtchen und kehren einmal mehr beim Pfannkuchen Restaurant ein. Hier darf man einfach nicht vorbei gehen ohne einen "Koffie verkeerd met  Waffels" zu genießen. Bei der Rückkehr zum Schiff stellen wir fest, dass der Park Hafen fast voll geworden ist. Es sind offenbar doch noch einige Schiffe unterwegs und genießen den sonnigen Herbst. Nachtessen gibt es heute an Bord.

16.09.2020 Terschelling, Sonne, Wolken, ca. 20 Grad 

Heute wollen wir nach Terschelling, nicht mit der Rina Blue, sondern mit der Fähre von Harlingen aus. Zuerst genießen wir aber das Frühstück mit frischen Gipfeli von nahen Bäcker. Dann machen wir uns auf Richtung Fähranleger. Die Tickets für die Fähren haben wir bereits am letzten Samstag per Internet gebucht. Ansonsten würde es schwierig, einen Platz auf den Fähren zu bekommen, Corona lässt grüssen. Die Fahrt von Harlingen nach Terschelling machen wir mit einer "normalen" Fähre. Die Überfahrt dauert rund zwei Stunden. Im Fährticket sind auch ein Willkommens-Geschenk und eine Bus Tageskarte oder ein Mietfahrrad inbegriffen. Nach der Ankunft geht es zum Verkehrsbüro (VVV) wo wir Unterlagen über die Insel bekommen. Danach fahren wir mit dem Bus zur Letzten Haltestelle, Oosterend. Das ist tatsächlich ein "Ende", denn danach  kommt man nur noch mit Wandern oder Pferden weiter. Wir erkunden die Gegend und auch das Städtchen West-Terschelling zu Fuß. Um 16.15 Uhr geht es mit der "Schnellfähre" zurück nach Harlingen. Mit 56 km/h fliegen wir über das Wattenmeer und erreichen bereits nach 50 Minuten Harlingen. Mit vielen Eindrücken kehren wir zurück zur Rina Blue.   

17.09.2020 Harlingen - Leeuwarden, Sonne,  ca. 18 Grad 

In der Nacht hat ein kalter, ziemlich starker nördlicher Wind geblasen. Die Rina Blue war etwas unruhig an ihrem Anlegeplatz. Die Festmacher Leinen konnte ich nicht sehr stark anziehen, da auch im Park Kanal etwas Pegelunterschiede vorhanden sind. Der Pegel kann hier durchaus bis zu 20 cm variieren. Wenn die Leinen zu straff sind, kann das Schiff in Schieflage kommen. Gegen Morgen hat der Wind etwas abgenommen und kommt nun aus Osten. Das Frühstück genießen wir auf dem Achterdeck bei geschlossenem Verdeck. Die Sonne wärmt so den Raum auf, dass es sehr angenehm ist. Um zehn Uhr fahren wir los, müssen aber bei der Brücke am Parkausgang etwas warten. Danach fahren wir wieder Richtung Leeuwarden. Auf dem Van Harnixma Kanaal sind Arbeiten im Gange und ein Schiff steht quer im Kanal. Die achterliche vorbeifahrt an diesem Schiff klappt aber und wir können ungestört bis zu unserem Tagesziel in Leeuwarden fahren. Im Stadtkanal wollen wir festmachen und hoffen, dass noch ein Platz frei ist. Der Kanal ist aber fast leer. Offenbar ist die Saison mit vielen Schiffen vorbei. Vor der Noordbrug machen wir fest und gehen in die Stadt um die Vorräte etwas zu ergänzen. Der kalte Wind und das sonnige Wetter bleibt uns den ganzen Tag erhalten. Nachtessen und Dessert gibt es auch heute an Bord.

18.09.2020 Leeuwarden - Dokkum, Sonne,  ca. 18 (ohne Wind 22) Grad 

Sobald am Abend die Sonne untergeht, wird es empfindlich kühl. Dann bemühen wir die Heizung, so dass es im Schiff wieder wohlig warm ist. Am Morgen ist das Schiff nass vom Tau. Das heißt, das Schiff muss vor dem Losfahren getrocknet werden. Dabei verschwinden auch allfällige Schmutzflecken, die die Tiere die über die Schiffe fliegen verloren haben ;-). Das Frühstück essen wir heute im Schiff, da die Sonne noch nicht über die Bäume kommt. Etwas nach neun Uhr fahren wir los, auf der Ee Richtung Nordosten. Die Brücken auf der gesamten Strecke funktionieren sehr gut. Man könnte schon fast meinen, das die Brückenwärter(innen) auf uns gewartet haben. Die grüne Landschaft präsentiert sich bei blauem Himmel und Sonnenschein sehr schön. Den kalten Wind spüren nicht nur wir, sondern auch die Kühe und Schafe, die teils in Gruppen zusammenstehen oder sich ganz flach auf dem Boden ausbreiten. Am Mittag erreichen wir Dokkum. Die erste Brücke zu den Liegplätzen können wir noch fahren, danach heißt es Pause bis 13.00 Uhr. Die Zeit vertreiben wir uns mit einer warmen Suppe aus der Bordküche und einem Kaffee. Nach der Pause finden wir einen fast windstillen Liegeplatz zwischen den beiden Windmühlen am Kanal. Den obligaten Kaffee mit einem Dessert, heute eine belgische Waffel mit Erdbeeren, gibt es beim Nachmittagsspaziergang in des Städtchen. Dann heißt es etwas faulenzen und dies und das an Bord erledigen.

19.09.2020 Dokkum - Lauwersoog, Sonne, sehr leicht bewölkt,  ca. 17 - 20 Grad 

Nach einer ruhigen Nacht beginnt der Tag heute auch wieder mit Sonne. Der Wind bläst aber konsequent aus nordöstlicher Richtung, was bedeutet, dass es mit Wind ziemlich kühl ist. Die Bäckerei beim Hafen um die Ecke hat bereits früh geöffnet, aber die Auswahl an Backwaren ist nicht überwältigend. Nach dem Frühstück machen wir die Rina Blue abfahrt bereit. Auf der "Kükhemster Faart" geht es in nordöstlicher Richtung weiter, als genau gegen den Wind. Der Kanal windet sich durch die Landschaft, gesäumt von satten Wiesen und Äckern. Die Kartoffelernte ist hier bereits im Gange, ansonsten sind Kühe und Schafe auf den Weiden. Auch auf diesem Abschnitt sind die Brücken und Schleusen gut bedient. Die "Willem Loresluis" bringt uns auf den Pegel des Lauwersmeer. Hier erwarten uns kurze, spitze Wellen und Dünung aus Ostrichtung. Anfänglich ist das etwas ungemütlich, da das Schiff dadurch zum Rollen neigt. Doch bald können wir den Kurs so ändern, dass die Wellen von hinten kommen und wir in flotter Fahrt den Yachthafen von Lauwersoog zügig erreichen. Am Gästesteiger ist auch noch ein Platz frei wo wir bei starkem Wind festmachen können. Kurz nach dem Anlegen spazieren wir zum Deich und dann hinunter in den Fischereihafen. Hier gibt es nach unserer Meinung, die besten Kibbelinge zum essen. Kibbeling sind Kabeljau Filet, die Mundgerecht im Backteig fritiert und mit Remuladensauce als Dip serviert werden, lekker! Auch ein Kaffe und ein kleines Dessert darf da nicht fehlen. Nachtessen gibt es dann wieder an Bord.