Göteborg bis ....
Das ist somit der letzte Tagesbericht von dieser Reise.
02.07.2026 Norsholm - Söderköping
Am Morgen weckt uns die Sonne. Heute möchten wir früh starten, damit wir in Söderköping einen guten Liegeplatz bekommen. Schon um 8:30 machen sich zwei Schiffe bereit und stellen sich vor der Brücke auf. Diese brücke machte in den letzten Tagen immer wieder Probleme beim öffnen. Bereits 8:50 ertönt das Signal für die Öffnung und wir können durchfahren. Ein kleineres Schiff ist bereits unten durch gefahren. Wir kommen gut voran, müssen aber bei der ersten Schleuse heute warten. Es haben nicht alle Platz. Beim zweiten Durchgang klappt es und wir erreichen bald die nächste Schleuse. Zwischen durch werden die Brücken aus der Ferne geöffnet. Die Schleusen sind platsch voll, weshalb es schwierig wird auszusteigen. Da passiert es, Ein Sprung vom Schiff und der Fuss tut weh. Die nächsten 10 Schleusen werde ich, fast im Alleingang machen müssen. Helen kann nur noch die Leine hinten halten, auf den Fuss stehen geht nicht mehr. Nun ist auch noch eine Schleuse defekt, das Tor kann wegen eines Hindernisses nicht geschlossen werden. Es muss ein Taucher aufgeboten werden, der den Störenfried aus der Rinne nimmt. Einen guten Liegeplatz in Söderköping können wir vergessen. Das Schleusenpersonal der Letzten Schleuse, teilt mir mit, dass eine Box mit 4.60 Meter für mich frei ist. Vielen Dank dafür. Nun fahren wir mit dem Taxi ins Spital, wo ein Bruch auf beiden Seiten des Knöchel festgestellt wird. Dieser muss in der Schweiz so schnell als möglich repariert werden. Jetz überlegen wir, wie wir das lösen können.
30.06./01.07.2026 Berg - Norsholm
Heute Nacht hatten wir starken Wind, der auch noch am Morgen kräftig bläst. Nach dem Frühstück machen wir uns bereit, die 7 stufige Schleuse zu befahren. Wir verlegen zum Wartesteg der Schleuse, wo nach uns mehrere Segelschiffe eintreffen. Bei der unteren Einfahrt in die Schleusentreppe liegt die DIANA. Diese soll nach Auskunft des Schleusenpersonals vor unserer Talfahrt zu Berg kommen. Um 11:30 Uhr können wir zusammen mit zwei Segelschiffen in die Schleuse fahren. Wir liegen mit der Rina Blue ganz vorne, die Segelschiffe versetzt hinter uns. Das funktioniert heute reibungslos. Bereits nach 50 Minuten, haben wir die Schleusentreppe mit 7 mal 3 Meter Hub überwunden und fahren auf den Roxen aus. Hier kann sich nun mein Autopilot mal wieder etwas austoben, bevor es in Norsholm wieder in den Kanal geht. Vor und nach der Regulierungsschleuse, 10 cm Hub, ist je eine Brücke. Im Gästehafen haben wir einen Platz gefunden. Am Abend sin alle Plätze komplett belegt.
Am 01.07.2027 bleiben wir hier im Gästehafen von Norsholm. Es sollen ein paar Sachen erledigt werden, Wäschewaschen und Einkaufen. Wir machen uns einen gemütlichen Tag. Am Nachmittag spazieren wir zum Schleusenkaffee und genehmigen uns ein feines Glacé.
29.06.2026 Borensborg - Berg
Kurz vor 9:00 Uhr lösen wir die Leinen und fahren in Richtung der Schleuse. Ein Motorboot und zwei Segler machen sich ebenfalls bereit. Damit wird die Schleuse voll und wir werden in einer Gruppe nach Berg fahren. Der Kanal windet sich durch die grüne Landschaft, gesäumt von Bäumen und Wiesen. Auf der Strecke sind anfänglich nur Brücken, die aus der Ferne bedient werden. Die Öffnungen passieren prompt und so kann der ganze Konvoi die Brücken Passieren. Schon bald erreichen wir die Erste von drei Doppelschleusen. Das bedeutet, die langen Leinen bereit machen. Bei der Schleuse muss eine Person aussteigen und die Leinen durch die Ringe einfädeln. Dann die Bug-Leine stramm halten bis wir unten sind. Die Schleusen sind mit vier Schiffen gut gefüllt, bei der zweiten Schleuse sogar überfüllt. Zum einfahren hat noch alles funktioniert, doch beim herausfahren haben sich die Fender ineinander verwickelt. Es geht nicht mehr vorwärts und auch nicht zurück. Ich muss die Fender der Rina Blue entfernen, so kann das Nachbarschiff wieder ausfahren. Bei der Letzten Doppelschleuse heute, wird die Gruppe aufgeteilt, zwei und zwei Schiffe werden nacheinander geschleust. Im Hafen von Berg machen wir bei sehr starkem Wind fest.
28.06.2026 Borensborg
Hafentag in Borensborg. Am Morgen zieht ein Gewitter auf, das etwas Abkühlung bringen soll. In der Nach war es zwar recht kühl, am Morgen zuerst windstill. Gegen zehn Uhr fängt der Wind an, vom See kühle Luft zu uns zu blasen, was sehr angenehm ist. Kurz danach setzt Regen ein, mal etwas stärker, dann wieder weniger. Gegen Mittag ziehen die Wolken ab. Wir marschieren mit dem Einkaufswagen ins Städtchen und kaufen ein paar Lebensmittel. Die frischen schwedischen Erdbeeren sind vorzüglich. Am Nachmittag genehmigen wir uns einen feinen Avocato nach Borensborger Art, Espresso, Softeis und Schock Sauce. Dan verbringen wir den Restlichen Nachmittag mit faulenzen auf dem Schiff. Das Trinkwasser wird noch ergänzt und so sind wir bereit für die morgige Etappe.
27.06.2026 Motala - Borensberg
Der morgen fängt wie fast jeden Tag kühl an. Auch die Sonne zeigt sich am Himmel, doch die Wettervorhersage kündet ein Gewitter an. Pünktlich um 9:00 Uhr starten wir durch die erste Brücke und Schleuse. Es stehen vor uns zwei Schiffe und hinter uns machen sich weitere für die Fahrt bereit. Ein Mietschiff dängt zusätzlich in die Schleuse, stellt sich also nicht hinten an wie es üblich ist. Die ersten drei Kilometer schlängelt sich der Kanal durch die Grüne Landschaft. Bei der fünf Stufigen Schleuse ist erstmals ein Halt angesagt. Zwei ein halb Stunden müssen wir warten, da Schiffe zu Berg geschleust werden. Dann kommt ein Passagierschiff, das Vorrang hat und hält uns nochmals eine halbe Stunde auf. Dann dürfen wir, nach Sortierung der wartenden Schiffe in die erste Schleuse einfahren und nach einer Stunde sind wir auf dem Niveau des Borensee. Nach ca. 16 Kilometer heute erreichen wir Borensberg und machen im Gästehafen fest.
26.06.2026 Motala
Der Sommer ist bei uns definitiv eingetroffen. Die Nach war noch relativ kühl, aber bereits um neun Uhr war es sehr warm. Wir machen die Fahrräder bereit um diverse Einkäufe zu machen. Im Industriegebiet schnuppern wir im Dollar Shop und kaufen im Werkzeugladen eine Fettpresse. Damit kann ich das Rohr der Ruderstange füllen, so dass kein Wasser mehr ins Schiff gelangt. Bereits in Mariestad habe ich im Hafen vom Marineservice eine "Fettsprutza" bekommen und mal etwas ins Rohr gedrückt. bis jetzt war es trocken im Schiff. Ich hoffe, das damit das Problem gelöst ist. Im Liedl ergänzen wir den UHT Milch Vorrat und andere Esswaren. Am Nachmittag besuchen wir das Radiomuseum und radeln zur Schleusentreppe, wo die Wilhelm Tham hoch geschleust wird. Zurück beim Schiff verladen wir die Velos wieder und machen uns für die Weiterfahrt morgen bereit. Übrigens, die Temperaturen heute, 29 Gard und etwas kühlen Wind.
25.06.2026 Karlsborg - Motala
Wie üblich in den letzten Tagen geht die Sonne erst nach 22:00 Uhr unter. Es bleibt aber heller als zuhause und bereits um 3:00 Uhr kommt sie wieder hoch. Die Sonne schein heute morgen direkt in die Kabine. Gegen 8:00 Uhr zieht jedoch dichter Hochnebel über uns. Wir starten heute um neun Uhr mit der ersten Brückenöffnung. Durch den Kanal erreichen wir den Vetternsee, den wir heute überqueren. Nach anfänglich ruhiger fahrt fängt es weiter draussen an zu schaukeln. Die Wellen kommen von zwei Seiten, die quer zu uns ist etwas grösser als diejenige die uns von hinten anschiebt. Der Wind kommt aus verschiedenen Seiten, daher die verschiedenen wellen. Einige Segelschiffe begegnen uns und stampfen gegen die Wellen. Am östlichen Ufer des Sees wird das Wasser wieder glatt, so dass wir ruhige in Motala einlaufen. Im Hafen gibt es 50 Liegeplätze, wovon nur wenige belegt sind. Wir haben Glück und können statt in einer Box, längsseits am Ufer festmachen. Es hat nur zwei Ösen um Fest zu machen, aber mit etwas "Makramee" ist das Schiff gut vertäut. Heute können wir auf Sommerbetrieb umstellen und den Sonnenschutz montieren.
24.06.2026 Karlsborg
Heute fügen wir einen Ruhetag ein und bleiben hier in Karlsborg. In der Nacht zieht ein Sturm mit Regen über uns. Die Wellen schlagen an das Schiff. Am Morgen sind nur noch ein paar Wolken zu sehen, der Wind bläst aber weiter. Nach dem Frühstück radeln wir zum ICA Supermarkt und d ergänzen unsere Lebensmittel. Es ist nicht so einfach, die gewünschten Produkte zu finden. Zum Beispiel "UHT Milch" haben wir nicht gefunden. Hier heisst diese "Länger Haltbar" und muss im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nach dem Mittagessen, heute mit Aal und Teigwarensalat, besuchen wir das Festung Museum. Hier kann man eine Zeitreise mit Informationen zum Militär bis in die Neuzeit sehen. In der Festung ist die heute Arme auch Präsent, wodurch wir nicht die ganze Festung betreten dürfen. Mit einem Kaffee und Kuchen beenden wir den Ausflug und machen das Schiff für die Morgige Fahrt bereit, Fahrräder verstauen und Trinkwasser auffüllen.
23.06.2026 Forsvik - Karlsborg
Heute fahren wir nur eine kurze Strecke, weshalb wir nicht so früh losfahren. Die langen Tage und kurzen Nächte hier sind schon beeindruckend. Bei schönem Wetter ist es abends um 11:00 Uhr noch hell und bereits am Morgen nach 3:00 Uhr schon wieder. Kurz vor 11:00 Uhr legen wir ab und fahren auf dem Bottensee in Richtung Karlsborg. Es ist schon viel Betrieb auf dem Wasser, einige Schiffe kommen uns entgegen. Bereits ein Stunde später legen wir am Gästesteg in Karlsborg an. Wir haben die halbe Strecke von West nach Ost in Schweden zurück gelegt. Im Kanal Ticket, welches ich im Januar gekauft habe, sind alle Liegeplätze, Strom, Wasser, Dusche und die Waschmaschine inklusive. Am Morgen sind wir die Einzigen, die am Steg liegen, also wir mal wieder die Wäsche gewaschen. Bei einem Spaziergang in der Umgebung kaufen wir Fisch für das Nachtessen. Am Abend ist der Steg wieder gut belegt mit vielen Segelschiffen. Motorboote wie die Rina Blue sieht man nur wenige.
22.06.2026 Töreboda - Forsvik
Um 8:00 ist Tagwache. Die Sonne scheint bereits seit 4:00 Uhr und lädt unsere Batterien wieder auf. Schon kurz nach dem Frühstück haben wir wieder 100 Prozent Energie. Die Brücke in der Stadt öffnet jede halbe Stunde, so dass wir um 9:30, zusammen mit einem kleinen Sportboot diese passieren können. Es liegen heute einige Brücken und eine Schleuse vor uns. Bei den Brücken ist es so, dass beim heranfahren das rot blinkende Signal zusätzlich ein weisses Licht blinkt. Das bedeutet, dass der Brückenwart, der die Bedienung auf Abstand macht, uns gesehen hat. Die Brücke geht auf und ein grünes Licht blink. Das funktioniert speditiver als von Holland gewohnt. Die Fahrt führt uns auch heute durch wunderschöne Abschnitte und Kinostücke, die in enger Line durch bewaldete Gegenden führen. Wir fahren nun auf der Scheitelhöhe und kommende Schleusen führen uns wieder zu Tal. In Forsvik ist die erste Schleuse mit einem - Hub von 3.5 Meter. Die Ausgleichsschleuse von Tätorp mit 20 cm Unterschied rechen ich nicht. Um 14:00 Uhr legen wir in Forsvik an und geniessen die Ruhe hier.
21.06.2026 Sjötorp - Töreboda
Heute haben wir Kaiserwetter, sonnig und wolkenlos. Um 9:00 Uhr beginnen die Schleusen zu arbeiten. Pünktlich stehen wir vor der Doppelschleuse. Von der Schleusenwärterin bekommen wir die Information, dass wir noch 20 Minuten warten müssen, Gegenverkehr. Nach einer halben Stunde legen wir nochmals an und können erst gegen 10:40 Uhr in die Schleuse fahren. Zusammen mit einem anderen Schiff versuchen wir die Position in der stark strömenden Schleuse zu halten. Ein Crew Mitglied muss bei jeder Schleuse aussteigen und die Leinen in den Ringen einfädeln. Danach muss mit vollem Körpereinsatz das Schiff gehalten werden. Die Leine Hinten am Schiff kann ich von Bord aus festmachen und halten. So geht es in allen 16 Schleusen, die wir heute befahren haben, 3 Einzelschleusen, 5 Doppelschleusen und eine Dreifachschleuse. Die Fahrt durch die wunderbare Landschaft entschädig für die Strapazen beim Aufwärtsschleusen. Gegen 17:00 erreichen wir Töreboda, wo wir für die Nacht festmachen. Alle funktionierenden Steckdosen besetzt, als geht es heute Nacht auch ohne Landanschluss.
20.06.2026 Sjötorp
Am Morgen ist der Himmel bedeckt, es regnet, Blitz und Donnert. Viele Schiffe im Hafen machen sich für die Weiterfahrt bereit, wir bleiben noch eine Nacht. Wärend wir auf besseres Wetter warten, wird das Schiff geputzt. Staubsaugen und den Fahrstand von Mücken und Spinnen befreien ist die aktuelle Aufgabe. Am Mittag kommt die "DIANA", ein Götakanal Schiff durch die Schleuse. Am frühen Nachmittag machen wir uns auf, das Kanalmuseum zu besuchen. Der Eingang dazu befindet sich im Restaurant Baltzar. Es ist ein kleines Museum mit überschaubarem Inhalt. Danach geht es ins Restaurant "Fish & Chips", wo wir ein feines essen geniessen. Auf unserem Spaziergang dem Kanal entlang sehen wir die Schiffe, welche am Morgen losgefahren sind. Sie mussten warten, bis das Gewitter vorüber ist. Wärend gewittern wird nicht geschleust und die Brücken nicht geöffnet. Bei prächtigem Sonnenschein und warmen Temperaturen, 23 Grad, geht es zurück zur Rina Blue.
19.06.2026 Sjötorp
Heute ist Midsommer in Sjötorp. Am Morgen war es noch bewölkt und hat leicht geregnet. Der Schleusenwerter kommt vorbei und fragt nach ob alles in Ordnung sei. Er erklärt uns, dass direkt hinter unserem Schiff die Midsommer Feier stattfinden wird. Das lassen wir uns nicht entgehen und besuchen am Nachmittag den Anlass. Das Wetter hat aufgeklart und die Sonne scheint vom fast wolkenlosen Himmel. Der Midsommer-Baum wird am Morgen geschmückt mit Blumen und Zweigen. Schon am Mittag ziehen ströme von Menschen in Richtung Festplatz. Viele haben Stühle und Getränke bei sich, einige sogar Tische. Pünktlich um 14:30 wird der Baum aufgerichtet, unter tatkräftiger Unterstützung von Festbesuchern. Sobald der Baum steht, tanzen die Leute um den Baum uns singen die passenden Lieder zum Fest. Danach wird Erdbeertorte und Kaffee verkauft, was hier anscheinend Tradition ist.
18.06.2026 Mariestad - Sjötorp
Kräftiger Wind hat uns die Nacht über begleitet. Eine Leine knarrte, so dass ich am frühen morgen diese neu befestigt habe. Offenbar hat es in der Nacht geregnet, das Schiff ist plitsch nass. Gegen acht Uhr verlassen wir die Kojen und frühstücken. Danach hole ich beim Hafen Kontor eine Fett-Presse, damit ich das Führungsrohr des Ruders einfetten kann. Vielleich kommt das Wasser im Schiff ja von dort? Um 10:30 Uhr legen wir ab, der Himmel ist bedeckt und der starke Wind ist auch noch da. Wir fahren über den Sund in Richtung Sjötrop, wo der Götakanal beginnt. Die Wellen schütteln uns nochmals tüchtig durch. Den Kurs kann ich nicht den Wellen anpassen, da wir im betonnten Fahrwasser bleiben müssen. Kurz vor 12:00 Uhr erreichen wir die Schleuse Nummer 1 und fahren in den Götakanal ein. Das Ticket habe ich anfangs Jahr schon online gekauft, so dass die Formalitäten jetzt schnell von statten gehen. Oberhalb der Schleuse legen wir an und bleiben ein paar Tage. Die Gebühren für den Liegeplatz sind im Ticket enthalten, wie auch die Waschmaschinen und anderer Service im Kanal.
17.06.2026 Spiken -Mariestad
Im kleinen Hafen von Spiken haben wir eine sehr ruhige Nacht verbracht. Wieder war es sehr kalt in der Nacht, weshalb wir die Heizung auf niedriger Stufe laufen lassen. Heute Starten wir wieder früh, da gegen Mittag Wind aufkommen soll. Durch das betonnte Fahrwasser geht es in Richtung Vänernsee. Diesmal auf den östlichen Teil, den wir überqueren müssen. Doch schon am Morgen gibt es viele Wellen, die aus einer ungünstigen Richtung auf uns zukommen. Einen geraden Kurs können wir nicht fahren, es schaukelt zu stark. Mit etwas aufkreuzen geht es trotzdem gut voran und nach 18 km erreichen wir den Windgeschützten Teil. Die wellen kommen nun von achtern und der Wind unterstützt uns auf der Fahrt. Im Städtchen Mariestad können wir längsseits anlegen. Das Städtchen hat ca. 16'000 Einwohner und die Götakanal Flotte macht hier im Hafen halt. Mit einem Spaziergang schliessen wir den heutigen, sonnigen Tag ab.
16.06.2026 Vänerborg - Spiken
Ein schöner sonniger Tag kündet sich an. In der Nacht war es sehr kalt und Wolkenlos. Gegen acht Uhr verlassen wir den Hafen von Vänersborg und steuern die Eisenbahnbrücke in Richtung Vänern-See an. Diese muss für fast alle Schiffe geöffnet werden, Höhe geschlossen 2 Meter. Nach dem Aufruf per Funk geht es nicht lange bis die Brücke hochfährt, ei grün dürfen wir fahren. Nun steht die Fahrt über den Vänern, der grösste See in Schweden, an. Wir sind gespannt, wie die Wellen draussen sind. In der Bucht sind kaum Wellen vorhanden, weshalb wir uns entscheiden, direkt nach Spiken, ein kleiner Ort in den Schären zu fahren. Nach ca. 2 Stunden, wir sind weit vom Ufer entfernt, sind die Wellen schon etwas grösser. Sie kommen wie der Wind aus achterlicher Richtung, was die Fahr nicht negativ beeinflusst. Die Schären erreichen wir ca. um 13:00 Uhr und bereits um zwei Uhr machen wir in einer Box in Spiken fest. Es war wieder einmal eine schöne Fahrt bei Sonnenschein und wenig geschaukelt.
15.06.2026 Vänersborg
In der Nacht hatten wir Sturm. Das Segelschiff neben uns hat die Ganze Nacht "geknarrt". Am morgen habe ich unsere alten Leinen gegen neu getauscht, aber das Geräusch war aber nicht von meinen Leinen. Gestern hat die Trinkwasser Pumpe Nummer zwei nicht mehr richtig funktioniert. Der Wasserstrahl kam langsam und pulsierend. Zum Glück war im Hafenshop eine Passende verfügbar und ich habe diese gekauft und eingebaut. im Moment funktioniert es und wir hoffen, das das nun so bleibt bis am Ende unserer Reise. Wenn ich schon am werkeln bin im Schiff, werden auch gleich die Grauwasser Behälter und Pumpen gereinigt. Am Nachmittag fahren wir mit den Rädern noch eine Runde und besuchen noch den ICA Markt um Butter und Fleisch einzukaufen. Zurück zum Schiff werden die Fahrräder an Deck verstaut, so dass wir morgen zeitig losfahren können.
14.06.2026 Vänersborg
Heute und morgen ist wieder starker wind angesagt. Alle Segelschiffe sind heute ausgefahren, so dass wir alleine am Steg liegen. Am Morgen ist es noch trocken. Wir fahren nach dem Frühstück zur Tankstelle und bunkern 230 Liter Diesel. Danach geht es zurück an unseren Liegeplatz, den wir noch bis Dienstag belegen werden. Kurz nach der Rückkehr zum Platz, füllt sich die Mole bereits wieder mit neu angekommenen Schiffen. Zum Mittagessen gibt ein feines Fondue aus der Bordküche. Bis am Abend ist der ganze Steg wieder belegt, manche Schiffe liegen gar im Päckchen. Der Regen, der uns ab Mittag immer wieder beschert wird, veranlasst uns in der Umgebung des Schiffes zu bleiben. Es wird Kuchen gebacken und Wäsche gewaschen. Dies nimmt fast den ganzen Nachmittag in Anspruch. Morgen sind wir dafür wieder frei, um die weitere Umgebung zu erkunden.
13.06.2026 Vänersborg
In der Nacht hatten wir starken regen und etwas Wind. Die Temperaturen sind als "kühl" zu benennen. Wir geniessen es, so richtig auszuschlafen. Nach dem Frühstück machen wir die Fahrräder und den Einkaufswagen bereit. Wir wollen die Vorräte ergänzen. Wir wissen nicht wie die Versorgung entlang dem Vänern See und dem Göta Kanal sind. Das Navi soll uns den Weg zum Einkaufsladen weisen, führt uns aber kreuz und quer durch die Ortschaft. Eigentlich sollten es 1.5 km sein, wir radeln jedoch 7 km durch die Gegend. Umwege erhöhen die Ortskenntnis ;-). Zum Mittagessen, eine Pizza, sind wir zurück auf der Rina Blue. Am Nachmittag wird der Himmel dunkel und es ist starker Regen vorausgesagt. Die Fahrräder decken wir zu und spazieren in das Stadtzentrum, wo es einen feinen Kaffee und Kuchen gibt. Das Wetter in den nächsten Tagen ist wieder Stürmisch, so dass wir den Vänern See nicht befahren können. Mal sehen wie es sich entwickelt.
12.06.2026 Lilla Edet - Vänersborg
Die nach war sehr kalt, 5 Grad zeigt das Thermometer an Morgen. Um 5:00 Uhr schleicht sich ein Frachter am Hafen vorbei in die Schleuse. Die Brötchen backen wir heute mit Strom vom Generator. Kurz vor 9:00 Uhr brechen die Segler auf und auch wir lösen die Leinen und fahren weiter zu Berg. Teilweise ist die Strömung beachtlich, do dass die Motorendrehzahl erhöht werden muss, um die Geschwindigkeit zu halten. Bei Trolhättan stauen sich die Jachten am Wartesteg zur Schleuse. Es ist eine dreifach-Schleuse, die von einem Frachtschiff zu Tal befahren wird. Wir müssen, zusammen mit 8 anderen Schiffen eine Stunde warten. Die Schleuse schaltet für uns auf grün und gefühlt alle Jachten steuern gleichzeitig zur Schleuse. Die Einfahrt der Schiffe wird durch starken Rückenwind unterstützt, was nicht allen Kapitänen hilft. Die Schiffe drehen sich und werden schlussendlich Gegen die Fahrtrichtung festgemacht. Festgemacht heisst, mehrere Schiffe im Päckchen, weil nur auf einer Seite Festmacher vorhanden sind. Schlussendlich sind alle oben und die Fahrt zum Ziel in Vänersborg kann fortgesetzt werden.
11.06.2026 Göteborg - Lilla Edet
Ein sonniger Tag kündigt sich an. Nach dem Frühstück verlassen wir den Hafen von Göteborg und fahren auf der Göta älv zu Berg. Der Fluss war früher die Grenze zwischen Schweden und Norwegen. Heut fahren wenige Frachtschiffe auf dem Fluss, jedoch alle Jachten, die vom und zum Götakanal wollen, fahren auf der Göta älv. Wir sind fast alleine unterwegs. Ein Frachtschiff kommt uns bei einer Brücke entgegen und wenige Jachten kreuzen uns. Bei Lilla Edet erwartet uns die Erste Schleuse, mit einer Hubhöhe von 6 Meter. Direkt nach der Schleuse befindet sich ein kleiner Hafen. Hier werden wir, nach 55 Kilometer fahrt, die Nacht verbringen. Am Abend hat sich der ganze Hafen gefüllt, obwohl weder Wasser noch Strom hier vorhanden sind.
