Ende des Törn 2019


19.09.2019  Sneek - Grou

Die Nacht war wieder sehr kühl. Früh am Morgen haben wir die Heizung eingeschaltet, damit das Schiff schön warm ist wenn wir aufstehen. Nach dem Frühstück fahren wir noch zur Tankstelle und bunkern wieder etwas Diesel. Jetzt geht es via dem Prinzes Margriet Kanal ostwärts. Es sind viele Frachtschiffe und Hotelschiffe unterwegs. Auch einige Mietschiffe fahren auf dem Kanal. Man merkt gut, dass einige dieser Schiffer nicht so viel Erfahrung haben. Nach kurzer Zeit erreichen wir Grou und entscheiden spontan hier anzulegen. Der Passanten Hafen ist, bis auf ein Schiff, komplett leer. Wir machen am äussersten Anlegeplatz fest und können so das Geschehen im und beim Hafen sehen, "Hafenkino". Am Nachmittag spazieren wir durch das Städtchen und kaufen noch ein paar frische Lebensmittel ein. Das Wetter zeigt sich von der guten Seite, Sonne ein paar Wolken aber durch die Bise eher kühl.


20.09.2019  Grou - Leeuwarden

Schon wieder ein "Suppen" Tag. Der Himmel ist bedeckt uns es ist sehr kalt. Wir starten um ca 9.30 Uhr. Die Brückenwärter warten anscheinend bereits auf uns. Alle Brücken öffnen, sobald wir in die Nähe kommen. Die Strecke von Grou nach Leeuwarden kennen wir bereits auswendig. Trotzdem gibt es immer wieder etwas neues zu sehen. Zum Beispiel die neuen Häuschen, die am Kanal gebaut werden. Vor 5 Jahren stand ein einziges Haus am Kanal bei Wargea, nun sind es bereits über 30 Häuser. Über den Harnixmakanaal fahren wir um die Stadt herum und dann von westen her ins Zentrum. Viele Schiffe sind nicht hier, was doch eher aussergewöhnlich ist. Die Mietschiffe werden dann morgen kommen, da heute erst Übergabetag ist. Bereits um 12 Uhr haben wir festgemacht in der Stadt Leeuwarden.


21.09.2019  Leeuwarden - Harlingen

Ein wunderbarer, sonnenstrahlender Tag erwartet uns. Keine Wolke am Himmel, aber am Morgen bitter kalt. Die Heizung macht das Aufstehen dennoch sehr angenehm. Das Schiff ist triefend nass vom Tau und die Scheiben sind beschlagen. Nach dem Frühstück müssen wir noch Wasser bunkern und fahren dann los aus der Stadt Leeuwarden hinaus. Die Brücken werden auch heute wieder zügig geöffnet. Am Samstag ist ja nicht viel Berufsverkehr unterwegs den die Wartezeiten bei offenen Brücken stören könnten. Auf dem van Harnixmakanaal geht es westwärts. Die Brücken auf dem Kanal werden oder wurden bereits erhöht, von 5.25m auf 6.50m. Uns tangiert das nicht, aber die Berufsfahrt profitiert sicher davon. Bei Deinum entsteht am Backbord Ufer eine neue Siedlung aus modernen Häuschen. Einige sind bereits fertig gebaut, an Anderen wird emsig gearbeitet. Etwas später erreichen wir Dronrijp und bald darauf Franeker. Hier muss die Stationsbrücke für uns geöffnet werden, was nach einen Aufruf per Funk sofort geschehen ist. In Harlingen angekommen fahren wir zum Yachthafen WSV Harlingen. Dieser liegt unmittelbar vor der Schleuse, welche in das Wattenmeer führt. Die Hafeneinfahrt ist mit 4.80m Breite doch recht eng. Nach der Anmeldung beim Hafenmeister können wir an einen Liegeplatz im Park fahren. Später machen wir den obligaten Stadtbummel und geniessen einen Kaffee mit etwas süssem dazu.


22.09.2019  Harlingen - Earnewâlde

Ein strahlender Sonntag Morgen steht uns bevor. Der Spätsommer zeigt sich nochmals von der besten Seite. Es ist warm, 25 Grad und fast bis am Abend wolkenlos. Nach dem Frühstück informieren wir den Hafenmeister, dass wir aus dem Haven ausfahren möchten. Wie abgemacht steht er um 10.00 Uhr bereit um die Brücke zum Park Hafen zu öffnen. Mit uns kommen gleich drei Schiffe aus dem Hafen. Wir fahren den van Harnixma Kanaal wieder zurück Richtung Leeuwarden. Einige Sportboote sind ebenfalls in diese Richtung unterwegs und liefern sich ein Rennen, wer wohl als Erster bei der nächsten Brücke ist. Dabei werden Wellen produziert, die uns kräftig hin und her schaukeln lassen. Auch ein paar Berufsschiffe sind unterwegs, obwohl heute Sonntag ist. Kurz nach zwölf sind wir bei Leeuwarden und schlagen den Weg Richtung Warten ein. Dort wollen wir heute übernachten, besser gesagt wollten wir heute übernachten. Doch am Anleger stehen zwei Holländer, die so parkiert sind, dass zwar eine Lücke vorhanden ist, aber kein rechtes Schiff dort reinpasst. Nach den Erfahrungen auf diesem Törn legen wir uns mit den Leuten nicht an und fahren weiter nach Earnewâlde. Hier gibt es immer einen Platz zum Anlegen für die Übernachtung. Es ist viel los in diesem kleinen Städtchen. Ein Wasser Scooter und ein "fliegender Holländer" zeigen uns was sie drauf haben. 


23.09.2019  Earnewâlde - Sneek

Ab heute ist es Herbst! Bereits am Morgen fällt Regen und der Himmel ist grau. Auch im Hafen sieht man gut, dass die Boot Saison bald vorbei ist. Wir sind die einzigen Gäste die an der Kade festgemacht haben. Gestern waren fast alle Plätze noch voll, doch am Abend sind alle Schiffe verschwunden. Trotz des schlechten Wetters fahren wir nach Sneek, wo wir mit Freunden zum Nachtessen verabredet sind.

24./25.09.2019  Sneek

Wir liegen noch in Sneek bis wir mit der Rina Blue nach Irnsum ins Winterlager fahren. Das Wetter ist herbstlich kühl, ab und zu etwas Sonne und Regen.

 

26.09.2019  Sneek - Jrnsum (RFU Yachtservice)

Heute ist ein Regentag, keine Sonne nur dichte Wolken, diesig und Regen. Gegen Mittag starten wir zu unserer letzten Etappe in diesem Jahr. Ziel ist Jrnsum, RFU Yachtservice. Hier wird die Rina Blue diesen Winter verbringen. Es müssen diverse Reparaturen und Anpassungen am Schiff gemacht werden, damit wir im nächsten Jahr wieder gut unterwegs sind. Heute und morgen werden wir im Schiff aufräumen und die Sachen, die wir nach Hause nehmen wollen, im Auto verstauen. Am Samstag werden wir, mit vielen neuen Erfahrungen und Erlebnissen, zurück in die Schweiz fahren.

Wir haben in dieser Saison über 2500 Km mit dem Schiff zurückgelegt. 
Wir sind auf Kanälen, Seen, Flüssen und dem Meer gefahren und konnten bekannte und unbekannte Gewässer kennenlernen. Dafür ist der Motor 368 Stunden gelaufen und hat pro Stunde im Schnitt 4 Liter verbraucht. Dazu kommt der Verbrauch des Generator und der Heizung, die am Anfang und am Ende der Saison gebraucht wurde.

Leider konnten wir wegen Wassermangel auf den Flüssen und Kanälen, nicht alle Gebiete wie geplant besuchen. So hatte die Elbe bereits anfangs Jahr zu wenig Wasser, um dort zu fahren. Auch waren Brücken und Schleusen defekt, so dass wir unsere Reise jeweils anpassen mussten.
Im Sommer sind die Liegeplätze oft schon sehr früh belegt, so dass bereits am Morgen per Telefon einen Platz für den Abend reserviert werden muss.