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Ferienreise mit der Rina Blue 2015

Unser diesjähriger Törn mit der Rina Blue führt uns in die Provinz Südholland. Starten werden wir in Leeuwarden, wo die Rina Blue stationiert ist. [Hemrik Marine Leeuwarden]

Die Reise führt uns durch sechs Provinzen in den Niederlanden.

Die aktuelle Position der Rina Blue ist hier zu finden
Reiseplan für PC Navigo 
Reise Google Earth Datei

Törnplan 2015
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31.8.2015 Reise nach Leeuwarden

Früh am Morgen starten wir in Würenlos in Richtung Leeuwareden. Unterwegs steigen Charlotte und Fredi zu, womit wir die Crew vollzählig haben. Die Fahrt verläuft, trotz Montagsverkehr recht zügig, so dass wir um 15.00 Uhr bei unserer Rina Blue eintreffen. Nach dem einräumen des Schiffes wird Proviant eingekauft. Ein starkes Gewitter zieht über uns hinweg, so dass wir beschliessen zuerst zum Nachtessen in die Stadt zu fahren. Es gibt heute Pfannkuchen, weil der Parkplatz sehr nahe am Pfannkuchenschiff liegt. So werden wir nicht zu sehr nass. Nach dem Essen klart auch das Wetter wieder auf und der Proviant kann trokenen Fusses im Schiff verstaut werden. Ein feines Dessert mit Kaffee rundet den Tag ab. Wir sind bereit für unsere Reise Richtung Südholland.

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Dienstag 1.9.2015 Leeuwarden - Sneek

Heute fahren wir nach dem Frühstück von Leeuwarden nach Sneek. Der Tag beginnt mit ausgiebigen Regenschauer. Es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter sondern höchstens die falsche Kleidung. Wir legen los und schon bald verziehen sich die Regenwolken auf der Fahrt in Richtung Wargea. Der Kanal windet sich durch die grünen Weiden, auf denen sich die Pferde, Kühe und Schafe an den satt grünen Weiden genüsslich tun. Es ist trotz des nicht optimalen Wetters einiges los auf dem Kanal. In Grou biegen wir in  den Margareten Kanal ein, wo sich zu den Freizeit-Skipper auch noch Berufsverkehr gesellt. Bald erreichnen wir Sneek und finden einen Liegeplatz im Kanal in der Stadt. Am Nachmittag schlendern wir durch die Stadt die durch viele Besuche belebt wird. Zum Nachtessen besuchen wir das Restaurant "Walrus" (Wahlross). Auf dem Heimweg suchen wir noch eine Bäckerei, die am frühen Morgen die frischen Brötchen für uns liefern kann. Am Kanal finden wir Gegenstände, die offenbar einige Zeit im Kanal verbracht haben, wie die zwei Fahrräder zeigen.

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Mittwoch 2.9.2015  Sneek - Lemmer

Am Morgen scheint, bei strahlend blauem Himmel die Sonne direkt in die Kombüse. Die Brötchen werden durch die Frühaufsteher in der Bäckerei abgeholt. Am Horizont sind dunkle Wolken zu sehen, als wir die Leinen los machen. Wir fahren in Richtung Süden und durchqueren das Städtchen Jilst. Der Kanal ist von Villen gesäumt, die alle eine sehr gepflegte Gartenanlage aufweisen. Vorbei an der Hansestadt Bolsward geht es weiter auf der "Workumertrekvaart" in Richtung Heegermeer. Die Brücke bei Workum ist von 12.00 bis 13.00 geschlossen, so dass wir unseren Mittagshalt hier machen müssen. Just in diesem Moment geht ein Regenschauer nieder. Pünktlich um 13.00 öffnet die Brücke und wir können weiter fahren. Es ist trotz des holländischem Wetter, Sonne, Wind und Wolken, einiges los auf dem Wasser. Gegen 16.00 Uhr erreichen wir Lemmer, wo wir einen Liegeplatz im Gemeindehafen finden. Wir spazieren in das Städtchen und ergänzen unseren Proviant, bevor wir im "Centrum Cafe" unser Nachtessen geniessen. Nach der Rückkehr zur Rina Blue gibt es den Kaffee mit einem kleinen Dessert.

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Donnerstag 3.9.2015  Lemmer - Elburg

Ein lautes prasseln weckt uns heute aus den Träumen auf. Der Blick aus dem Fenster zeigt blauen Himmel und die Sonne, die zwischen den Wolken hervor scheint. Trotzdem zieht ein Schauer über uns hinweg. Wir legen ab und fahren durch das Städtchen Lemmer. Die Brücken öffnen nicht sofort und der Wind bläst uns in alle Richtungen. Ich habe Mühe, die Position zu halten. Vor der Frise Sluis müssen wir die Fernsteuerung per Handy anfordern. Das geht so; die Telefon Nummer wählen, dann werden die Schleusen und Brücken in Flewoland aufgezählt und mit der Eingabe der entsprechenden Zahl der Schleuse oder Brücke, der Codierung für "zu Tal oder zu Berg" und der Zeit der Ankunft beim Objekt wird die Aktivierung gespeichert. Wie in diesem Anruf gewählt beginnt der Schleusenvorgang pünktlich. Neben der Schleuse liegt ein Segelschiff, dass beim letzten Sturm angespühlt wird. Via Emmeloord, Marknesse und der Vorstersluis fahren wir zur Swarte Water. Von dort via Kettelmeer, durch das Hochwasser- Sperrwerk und Vossermeer geht es weiter nach Elburg. Hier treffen wir um ca. 18.30 Uhr ein. Nach dem Belegen spazieren wir in das Städchen zum Nachtessen.

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Freitag 4.9.2015  Elburg - Weesp

Morgens um sieben scheint noch die Sonne durch die Luke. Fünfzehn Minuten später hat Petrus die Schleusen geöffnet. Es giesst wie aus Kübeln. Das Frühstück mit drei Minuten Eier, Konfitüre Honig und frischen Brötchen vom Tankstellenshop schmeckt trotzdem sehr gut. Um 9.00 Uhr machen wir die Leinen los und fahren über das Veluwemeer in Richtung Harderwijk. Der Wind frischt auf, so dass die Gischt über unsere Rina Blue geblasen wird. Die Wellen werden grösser. Immer wieder giessen Regenschauer über uns hinweg, ab und zu wieder ein Sonnenstrahl, der Regenbogen produziert. Auf dem Gooimeer, wird der Wind und Regen noch stärker, so dass wir die Betonnung fast nicht mehr sehen können. Der Höhepunkt des "Sturmes" erfahren wir auf der Strecke über das Ijsselmeer bis wir in Muiden in den Kanal einbiegen. Der Regen kennt jedoch keine Gnade und hält an bis wir in Weesp festgemacht habe. Das Nachtessen gibt es heute an Bord.

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Samstag 5.9.2015  Weesp - Woerden

In der Nacht hat es wieder kräftig geregnet. Die holländischen Schiffsnachbarn haben gesagt, dass es in den letzten 24 Stunden so viel geregnet hat, wie sonst im ganzen Monat September. Trotzdem versucht die Sonne "Oberwasser" zu bekommen und drückt die immer wieder herangeschobenen schwarzen Wolken weiter, so dass eine Lücke mit Sonnsenstrahlen hervor kommt. Im Gegensatz zu gestern hat es aber deutlich weniger geregnet. Wir starten kurz nach neun Uhr und fahren in Richtung Amsterdam Rhin Kanal. Wir überqueren diesen und biegen in den Seiten-Kanal, der uns Richtung Diemen führt. Der Kanal ist bis zur obersten Kante mit Wasser gefüllt. Wir durchqueren den südlichen Stadtrand von Amsterdam und biegen danach in die Amstel ein, wo uns landende Flugzeuge überfliegen. Der Fluss ist übersäht mit Ruderbooten, Einer, Vierer und Achter mit, liefern sich auf dem Wasser Duelle. Wir folgen der Amstel bis Uithoorn und biegen dort in die "Kromme Mijdrecht" ein. Der Kanal wird immer schmaler, ist aber randvoll mit Wasser. Um 16.30 erreichen wir unser Tagesziel, Woerden. Im Gemeinehaven legen wir an. Im Städtchen finden wir ein tolles Restaurant, "bij Petrus". wir bemühen uns, die Teller leer zu essen, damit das Wetter morgen gut wird!? Hier sollte er (Petrus) das sicher mitbekommen. Übrigens das Essen war sehr gut!

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Sonntag 6.9.2015  Woerden - Gouda

Am Morgen gibt es wie üblich etwas Regen und Sonne gemischt. Nach dem Frühstück rufen wir beim Brückenwärter an um nachzufragen, ob er diese heute bedient. Am Telefon sagt er "ich komme sofort". Eigentlich sollte um 10.00 Uhr das passieren der Brücke möglich sein, sie ist aber noch geschlossen. Ein viertel Stunde später kommt er angeradelt und öffnet die Brücke für die Durchfahrt. Auf dem "Oude Rijn" geht es westwärts in Richtung Alphen. Der Fluss schlängelt sich zwischen renovationsbdürftigen Häusern und sehr schönen Villen durch die grüne Landschaft. Stellenweise ist das Flussufer eingebrochen und dieses mit grossen Sandsäcken notdürftig repariert worden. Die neuen Spunten liegen schon bereit und müssen nur noch eingerammt werden. In Alphen, bekannt durch das umkippen zweier Krähne, die eine neue Brücke einbauen wollten, biegen wir backbord in die Gouwe ein. Die imposanten Hebebrücken auf der Gouwe können das Brückenelement bis zu 24 Meter anheben, so dass auch Segelschiffe passieren können. Kurz vor Gouda werden wir noch von einem Hotelschiff überholt, bevor wir links (backbord) in Richtung Gouda Zentrum einbigen. Leider sind die Brücken in die Stadt am Sonntag geschlossen, weshalb wir beim Wassersportverein einen Platz zum übernachten finden. Zu Fuss geht es dann in die Stadt, wo die Geschäfte bis 17.00 Uhr offen haben. Mit vollgepacktem Rucksack geht es nach dem Nachtessen zurück zum Schiff. Heute war das Wetter mehrheitlich trocken mit Wolken und Sonnenschein.

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Montag 7.9.2015  Gouda - Neuwegein

Auch heute sieht das Wetter nicht besser aus als an den letzten Tagen. Wolken, Regen, Sonne. Wir wollen durch Gauda fahren und anschliessend via die Hollandes Ijssel nach Neuwegein. Bereits vor der ersten Brücke in Gauda geht es nicht mehr weiter. Auf der Tafel mit den Öffnungszeiten steht, dass die Brücke zweimal innert einer Stunde öffnet. Die genaue Uhrzeit ist aber nicht definiert. Wir beschliessen den Weg aussen rum zu nehmen und wenden. Die Schleuse auf der Gouwe klappt gut und im Nu sind wir abgebogen in die Hollandse Ijssel. Vor der Waaierschtsluis stehen bereits drei Schiffe, das Signal ist noch auf doppelt Rot. Die bereits wartenden haben schon telefoniert wegen der Schleuse, die ja seit neun Uhr geöffnet sein sollte. Der Schleusenwärter hat sich verschlafen. Die Schleuse ist sehr klein, so dass immer nur ein Grosses und ein kleines Schiff Platz hat. Wir kommen an vierter Stelle und sehen das auch auf der anderen Seite viele Schiffe warten. Es geht gemächlich weiter auf der Hollandse Ijssel. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit auf dem Kanal  beträgt 9km/h und in bewohntem Gebiet 4.5 km/h. Via Oudewater erreichen wir Montfort. Hier gibt es eine Tankstelle am Wasser, wo wir unseren Dieselvorrat erweitern. Danach geht es weiter nach Ijsselstein. Hier sind die Brücken und Schleusen von 16.30 bis 18.00 Uhr geschlossen. Es ist sehr knapp vor 16.30 Uhr, als wir die letzte Brücke auf der Hollandse Ijssel erreichen. Der Brückenwart drückt ein Auge zu und lässt uns noch durch. Kurz vor dem Tagesziel ist aber immer noch eine Brücke zu durchfahren. Diese erreichen wir kurz vor 17.00 Uhr, doppelt Rot, Brücke geschlossen. Also legen wir bei einer Fabrik an und warten bis 18.00 Uhr. Kurz nach 18.00 Uhr erreichen wir den Gemeindehafen Neuwegein. Die Damen fahren mit der Hafenmeisterin zum AH (Albert Hein) um die Lebensmittelvorräte zu ergänzen. Danach geniessen wir im nahegelegenen Restaurant das Nachtessen, welches von einem "Sternekoch" zubereitet wird. Dessert und Kaffee gibt es wie immer auf dem Schiff.

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Dienstag 8.9.2015  Neuwegein - Rotterdam

Nach dem Frühstück heisst es Leinen los. Wir fahren heute nach Rotterdam. Doch bereits vor der Schleuse zum Lek werden wir gebremst. Die Signale zeigen doppelt Rot. Es ist da bereits 9.30 Uhr und die Schleuse sollte seid 9.00 Uhr in Betrieb sein. Auf meine Funkrufe reagiert niemand, so dass ich es per Telefon versuchen werde, Verbindung mit der Schleuse aufzunehmen. Ein freundlicher Herr nimmt meinen Anruf entgegen. Auf meine Frage, wann die Schleuse ihren Betrieb aufnimmt meint er, „im Moment gar nicht, es hat zuwenig Wasser im Lek“. Damit haben wir nicht gerechnet. Der einzige Weg ist nun zurück zum Amsterdam Rijnkanal. Über die Grossschifffahrtsstrasse können wir nun in den Lek gelangen. Auf dem Fluss ist reger Berufsverkehr welcher uns entgegenkommt. Mit gemütlicher Marschfahrt geht es Richtung Westen. Der Fluss schlängelt sich durch die Landschaft, ab und zu eine kleine Ortschaft, dann wieder nur grüne Ufer. Bauarbeiter sind auf grossen Strecken daran, die Deiche zu erhöhen. Offenbar wird vermehrt mit Hochwasser gerechnet, welches die jetzige Dammhöhe übersteigen wird. Gegen 16.00 Uhr erreichen wir die Vororte von Rotterdam. Der Verkehr nimmt zu, Wassertaxis flitzen auf dem Fluss rauf und runter. Dazwischen ein Wasserbus Katamaran der mit hohem Tempo an uns vorbei und immer wieder die Landestege anfährt. Es wird wieder knapp mit den letzten Brücken und Schleusen. Diese machen Pause von 16.30 bis 17.30 Uhr. Nach dem wir den Geräteträger abgelegt haben, können wir trotz Pause bei Schleusen und Brücken durch die kleine Schleuse in den Seitenkanal einbiegen. Auch die Brücke zum Delfthaven wird nach einem Anruf von mir, umgehend geöffnet. Wir haben unser Tagesziel erreicht. Der Hafen liegt ausserhalb der Stadt, weshalb wir heute an Bord essen.

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Mittwoch 9.9.2015  Rotterdam Hafen Tag

Heute morgen scheint die Sonne und blauer Himmel ist über uns zu sehen. Das Brot für unser Frühstück finden wir in einem Supermarkt, direkt gegenüber dem Hafen. Heute haben wir einen Hafentag, wir besichtigen die Stadt Rotterdam. Nach dem Morgenessen geht es los zur Tramstation. Beim Kondukteur kaufen wir die Tageskarten, mit der wir 24 Stunden kreuz und quer durch Rotterdam fahren können. Zuerst geht’s Richtung „Central Station“, zur Touristinformation. Hier gibt es die Fahrkarten für den Hopon- Hopoff- Bus der seine Runden zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt dreht. Beim „Spido“, der Haltestelle wo die Schiffe für die Hafenrundfahrt stehen, steigen wir um in die Marco Polo. Die Hafenrundfahrt dauert 90 Minuten und gibt einen kleinen Einblick in die Hafenindustrie, Werften und Umschlagplätze, wo tausende von Container aufgestellt sind oder auf Schiffe verteilt werden. Danach geht es weiter zur modernen Markthalle. Hier gibt es sehr viele kleine Geschäfte, die ihre Ware zum Verkauf anpreisen. Von Äpfeln bis Zitronen, Fisch und Vogel Lamm, Schaf und Schwein und viel Unbekanntes finden wir an den Ständen, wo die Ware fein säuberlich präsentiert wird. Auch die Halle selber ist eine Attraktion für sich. Danach geht’s weiter zum „Eurotower“, der anlässlich der Gartenausstellung 1960 gebaut wurde. Mit dem Lift geht es auf 120m Höhe, wo uns ein schöner 360º Überblick geboten wird. Zum Nachtessen geht es heute mit dem Tram in die Stadt. Kurz nach 18.00 Uhr ist diese fast ausgestorben. Kaffee und Kuchen gibt es wie immer auf der Rina Blue.

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Donnerstg 10.9.2015  Rotterdam - Den Haag

Wir haben heute eine ruhige Nacht in Rotterdam verbracht. Wie gestern scheint die Sonne bereits am Morgen. Nach dem Frühstück melden wir uns bei der Delfter Hafen Brücke für die Ausfahrt an. Beim erreichen der Brücke ist der Brückenmeister bereits vor Ort und öffnet diese. Er gibt uns noch Tip’s, auf welchem Funkkanal wir die Brücken in der „Delftse Schie“ erreichen können. Mit gemütlicher Fahrt geht es in Richtung Den Haag. Viele Brücken können wir mit herunter geklapptem Bügel passieren, ohne das die Brücke geöffnet werden muss. Bei niedrigen Brücken benötigen wir nicht viel Zeit. Da alles Video überwacht wird werden wir gesehen und die Brücken zeigen bald rot-grün, also bereit an. In Delft machen wir eine Pause und schlendern durch den Markt und die Geschäfte in der Stadt. Nach einem kleinen Lunch geht’s zurück zur Rina Blue und die Reise nach Den Haag geht weiter. Bereits nach kurzer Zeit biegen wir in Richtung WSV (Wassersportverein) ab bei dem wir heute übernachten werden. Nach dem Anlegen bemerke ich, dass wieder ein Panel vom Empirbus System, das dritte (die Anderen habe ich schon ersetzt), ausgefallen ist. Es reagiert nicht mehr wenn eine Taste gedrückt wird. Über dieses Panel werden die Pumpen, insbesondere für das Trinkwasser gesteuert. Nach einigen Telefonaten mit dem Lieferanten der Panels müssen wir feststellen, dass momentan keine Module in Holland verfügbar sind. Also muss ich eine Notlösung finden, damit wir die Reise vortsetzen können. Nach zwei Stunden Arbeit mit dem Einbau von Kabel und Sicherungen, kann ich die wichtigsten Pumpen überbrücken und so zum laufen bringen. Damit können wir weiterfahren. Das Nachtessen geniessen wir in einer Pizzeria in Voorburg, ein Vorort von Den Haag.   

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Freitag 11.9.2015  Den Haag - Haarlem

Auch heute ist wieder prächtiges Wetter, Sonnenschein und wolkenlos. Für die erste Brücke müssen wir telefonieren, damit diese geöffnet wird. Das klappt wieder einwandfrei und schon sind wir unterwegs in Richtung Haarlem. Auch die nächste Brücke, die uns die Zufahrt zum Rijn-Schienkanaal ermöglicht öffnet nach kurzer Wartezeit. Doch bereits bei der dritten Brücke funktioniert es nicht mehr wie gewollt. Über Funk rufe ich die Zentrale, die die Brücke fern bedient. „es geht noch ein Moment“ tönt es aus dem Lautsprecher. Der Moment ist eine halbe Stunde lang. Danach geht es weiter Richtung Osten. Doch bereits bei der nächsten Brücke klemmt es schon wieder. Hier wird auf andere Schiffe gewartet, da man „im Konvoi“ fahren soll. Aber von der Gegenseite kommen vier Schiffe, weshalb die Brücke schlussendlich geöffnet wurde. So haben wir für die ersten vier Brücken bereits eineinhalb Stunden gebraucht. Es sind aber noch einige Kilometer bis nach Haarlem. Bei den folgenden geht es gleich weiter wie bei den Letzten, Eine halbe Stunde warten, 20 Minuten warten, es wird nur einmal innert einer Stunde die Brücke bedient, etc, etc. So vergehen die Stunden und die Ankunft in Haarlem rückt in weite Ferne. Um 16.15 Uhr erreichen wir die Brücke Cruquius. Diese ist von 16.00 bis 18.00 Uhr geschlossen. Also nochmals Warten. Um 18.00 geht es weiter in Richtung Stadtzentrum, wo Passantenplätze zur Verfügung stehen. Die Brücken sind bis 21.00 Uhr bedient, so dass wir diese gut erreichen können. Doch bereits bei der ersten Stadtbrücke ist die Fahrt zu ende. Über Funk erfahren wir, dass die Brücke defekt ist und die Techniker versuchen, diese bis morgen wieder in Gang zu bringen. Also drehen wir um und finden einen kleinen Steg, an dem wir für die Nacht anlegen können. Die Gegend zwischen Den Haag und Harlem ist sehr schön, die Fahrt mit den vielen Brücken (die nicht öffnen) sehr mühsam.

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Samstag 12.9.2015  Haarlem - Amsterdam

Die Nacht am kleinen Steg war sehr ruhig. Am Morgen ist der Himmel grau bedeckt, kein Sonnenschein. Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Haarlem Centrum. Die defekte Brücke ist repariert, das Signal auf rot. Der Brückenwart informiert uns, das ein grosses Schiff entgegen kommt. Es ist nicht nur ein Schiff, sonder auch noch einige kleinere Jachten. Das Signal wird grün, wir können losfahren. Das hat ja schon mal geklappt mit der Brücke Nr. 8! Auch die anderen sieben Brücken signalisieren bei der Ankunft, dass sie bereit sind. Brücke auf, durchfahren, Brücke zu. Das klappt ja heute „wie s’bisi Wätter“. Im nu erreichen wir die Brücke Nr. 2. Die Brückenwartin erklärt uns, dass wir an der nächsten Brücke den Obolus für die Durchfahrt durch die Stadt bezahlen müssen. Auch die letzte Brücke ist bereit. Das Geld wird in den „Klumpen“ (Holzschuh), der vom Brückenwart herabgehängt wird, geworfen. Nun liegt noch eine Schleuse vor uns, bevor wir in den Nordseekanal einbiegen können. Einige Tankschiffe, Frachter und Schlepper sind unterwegs, ansonsten ist nicht viel los. Über Funk und an unserem Navigo Bildschirm können wir die Aktivitäten der Schiffe, die uns begegnen könnten,  im Voraus mitbekommen. Auch in der Amsterdamer City ist auf dem Kanal nicht viel Verkehr. Es liegen nur Flussschiff Hotels am Quai, Luxus Liner sind im Moment keine in Amsterdam. Bald biegen wir nach backbord in den Sixthaven ein, wo wir uns einen Liegeplatz aussuchen können. Nach dem wir im nahegelegenen Supermarkt den Proviant ergänzt haben, sind im Hafen schon fast alle Plätze belegt. Zum Nachtessen fahren wir mit der Fähre in die City. Den Kaffee gibt es wie immer… auf der Rina Blue. 

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Sonntag 13.9.2015  Amsterdam - Harderwijk

In Amsterdam ist immer viel los. Gegenüber der Hafenanlage war eine Veranstaltung mit viel (laut) Musik. Am morgen scheint wiedererwarten die Sonne. Als die „Schiffer“ im Hafen erwachen ist blauer Himmel über uns zu sehen. Nach dem Frühstück fädeln wir uns aus dem Hafen aus. Übernacht sind mehrere Segler in der Einfahrt parkiert worden. Der Hafen ist ja bekannt dafür, dass jeder Quadratmeter Wasserfläche ausgenutzt wird. Auf dem Nordseekanal ist noch nicht viel los. Ausser Segel und Motorschiffe, die Richtung Ijsselmeer schippern ist noch niemand unterwegs. Trotzdem wird die Oranje Schleuse voll. Kurz vor Pampus Island biegen wir Steuerbord ab in Richtung Goolmeer. Viele Wassersportler nutzen den schönen Spätsommertag um nochmals eine Ausfahrt bei warmem Wetter zu machen. Bei der Nijkerkersluis sammeln sich die Plattbodenschiffe und andere Segelschiffe für die Durchfahrt. Bald erreichen wir unser Tagesziel, Harderwijk. Ein kleines Städtchen bei Zeewolde mit einem Delfinarium und vielen Touristen. Das Nachtessen, „Mosselen met Frit“ gibt es in einem Restaurant am Strand. Den Kaffee gibt es wie immer… auf der Rina Blue. 

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Montag 14.9.2015  Harderwijk - Kampen

Der Morgen ist nass und grau als wir aus unseren Träumen erwachten. Zum backen der Brötchen muss der Generator gestartet werden, die Stromversorgung an Land sieht nicht aus, wie wenn sie soviel Strom liefern würden. Am Horizont sieht es aus, wie wenn es etwas schöner werden würde. Leinen los und ostwärts geht es über das Valuvermeer. Es ist nicht viel Verkehr auf dem Wasser. Einige Windsurfer versuchen trotzdem ihr Glück, obwohl immer wieder Regenschauer nieder gehen. Gerade als wir die Roggebotsluis erreichen, welche sich auf der Höhe von Kampen befindet, geht ein starker Schauer über uns hinweg. Danach wieder blauer Himmel und Sonnenschein. Bei der Einmündung ins Kettelmeer biegen wir hart steuerbord ab in die Ijssel. Nun geht es zu Berg bis nach Kampen. Einige Baustellen sind in mitten der Ijssel aufgebaut, wodurch wir im Slalom fahren müssen. Auch vor der Einfahrt in den Passantenhafen in Kampen steht ein Bauschiff, das die Fahrrinnentiefe erhöhen soll. Wir fahren etwas weiter bergan, wenden und fahren dann zu Tal und biegen so in den Hafen ein. Und wieder drückt die Sonne so stark auf die Wolken, dass diese alles gesammelte Wasser auf uns herunterfallen lässt. Es ist fast nichts mehr zu sehen, so fest regnet es. Ein paar Minuten später wieder Sonnenschein, damit wir den Einkauf der Lebensmittel trockenen Fusses machen können.

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Dienstag 15.9.2015  Kampen - Blokzijl

Es war eine kalte, Sternen klare Nacht. Am Morgen macht ein grösseres Schiff bereits um 7.00 Uhr los und das Bugstrahlruder weckt alle auf. Zum Frühstück gibt es heute frische Gipfeli und Brötchen vom Beck. Wir beschliessen die Ijssel zu Berg bis Zwolle zu fahren und dann über die Zwarte in Richtung Blokzijl. Kaum auf dem Fluss ziehen schon die ersten Wolkenfelder heran und diese nehmen bald überhand am Himmel, bis nur noch einzelne blaue  Stellen zu sehen sind. Die Wolken schiessen schnell auf die blauen Stellen zu und bedecken diese. Dafür erscheint an einer anderen Stelle wieder ein blaues Loch das die Wolken bald wieder verschliessen wollen. Die Spooldersluis im Zwolle-Ijsselkanal zeigt doppelt Rot! Gemäss unserem Programm müsste diese aber in Betrieb sein. Der Funkruf und Anruf per Telefon wird nicht beantwortet. Nachdem wiederholt die Gegensprechanlage betätigt wurde, kam die Meldung, dass um 12.00 Uhr geschleust werde. Dies hat dann auch geklappt und die Fahrt geht weiter auf der Zwarte bis nach Zwartsluis. Hier biegen wir Steuerbord ab und fahren via Meepelerdiep und Beulaker-Wijde in Richtung Blokzijl. Pünktlich zur Bedienung der Schleuse fängt es kräftig an zu regnen und es regnet bis wir am Liegeplatz für die heutige Nacht angelegt haben.

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Mittwoch 16.9.2015  Blokzijl - Akkrum

Nach einer kalten, nassen Nacht starten wir nach dem Frühstück in Richtung Heerenveen. Vor der Schleuse stehen bereits drei Schiffe bereit. Es regnet wieder einmal! Die Schleusung klappt gut und die Fahrt geht weiter über das Giethornsemeer zur Kalenberger Gracht. Diese ist gesäumt von fein säuberlich bereitgestellten Gärten und schönen, zum Teil mit Reet gedeckten Häuser und Villen. Viele davon sind zum verkaufen angeschrieben. Einige davon müssten jedoch eine Renovation über sich ergehen lassen. Der Himmel ist immer noch bedeckt und ab und zu gibt es einen kurzen Schauer oder Nieselregen. Die Dreiwegschleuse ist bald erreicht und die Signale stehen auf grün bei unserer Ankunft. Kurz vor dem Tjeukemeer biegen wir steuerbord ab in Richtung Heerenveen. Die Engelenfahrt, ein sehr kleiner Kanal führt an Heerenveen vorbei bis zur Eisenbahnbrücke, wo sich die Abzweigung in die Stadt befindet. Dies ist ein Umweg von mehr als fünf Kilometer, weshalb wir kurz entschlossen weiter nach Akkrum fahren. Am Passantensteiger in Akkrum legen wir um 16.00 Uhr an und spazieren in die Stadt. Es ist ein Super „Suppen“ Tag, weshalb wir uns kulinarisch vergnügen. Kaffee und Dessert wie immer…..

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Donnerstag 17.9.2015  Akkrum - Harlingen

Die Nacht war Sternen klar aber sehr unruhig. Über dem Wasser tobt ein sehr starker Wind und auf dem Wasser schlagen Wellen an unser Schiff. An Schlaf ist fast nicht zu denken. In der Nacht muss ich die zusätzlichen Leinen fester zurren, damit das Schiff ruhiger liegt. Am Morgen ist alles grau in grau und es regnet. Der Wind peitscht die Regentropfen gegen das Verdeck. Nach dem Frühstück lösen wir die Leinen und fahren in Richtung Therhorne und dann auf dem  Prinzes Margritet Kanal bis nach Grou. Immer wieder Regenschauer der die Sicht sehr stark behindert. Just bei der Galle Brücke, die uns in Richtung Wergea bringt, geht wieder ein Schauer über uns hinweg. Trotzdem müssen wir uns bei der Brücke anmelden, was mittels druck auf einen Knopf welcher sich am Festmacher vor der Brücke befindet, gemacht wird. In Leeuwarden machen wir einen Tank-Stopp und füllen den Treibstofftank auf. Jetzt geht es weiter auf dem Van Harnixmakanaal westwärts. Die meisten Brücken sind hoch genug um ohne zu öffnen durch zu fahren. Hinter Franeker stehen viele Wind-Stromgeneratoren die sich schnell drehen und viel Strom machen. Um 16.00 Uhr treffen wir in Harlingen ein und finden einen Liegeplatz beim WSVH (Wassersportverein Harlingen). Beim Spaziergang in das Städtchen klart das Wetter auf und die Sonne schein sogar.


 

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Freitag 18.9.2015  Harlingen - Leeuwarden

Wir haben eine sehr ruhige Nacht im Jachthafen von Harlingen verbracht. Am Morgen, nach dem wir die Liegegebühr bezahlt haben, fahren wir zurück nach Leewarden. Durch die enge Hafenausfahrt kommen wir in den Van Harnixmaakanal, direkt vor der Schleuse zum Wattenmeer. Auch in Harlingen werden wie Andernorts in den Niederlanden die Dämme um einige Meter erhöht. Bei sonnigem Wetter, ab und zu gibt es ein paar Tropfen aus vereinzelten Wolken, fahren wir in gemütlicher Fahrt Richtung Osten. In Frankeneer wird die Brücke in der Stadt nur dreimal pro Stunde bedient. Wieder schaffen wir es pünktlich auf eine Brückenöffnung und können unsere Fahrt ohne Unterbrechung fortsetzen. Wir fahren vorbei an den grünen Weiden, die teilweise mit Kühen bestückt sind und ab und zu auch mit Wasserlachen vom Regen der letzten Tage. Beim Erreichen von Leeuwarden fahren wir am Industrie Viertel vorbei, wo sich Recycling Firmen angesiedelt haben. Hier werden Bauschutt getrennt und Eisen und Aluminium in große Blöcke gepresst, die mit Schiffen abtransportiert werden. Auf dem Kanal sind einige Baustellen und dadurch die Hebebrücke beim neuen Aquädukt in Leeuwareden Ost ausser Betrieb. Dies ist für uns jedoch kein Problem, die Durchfahrt ist hoch genug. Nach der Ankunft bei unserem Liegeplatz wird klar Schiff gemacht und alles vorbereitet für das Winterlager. Die Rina Blue wird dieses Jahr in Leewarden, in einer geheizten Halle überwintern. Das Nachtessen genießen wir im Restaurant Humphreys in der Stadt.

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Samstag 19.9.2015  Leeuwarden - Würenlos

Nach einer kühlen Nacht machen wir uns frühmorgens auf den Weg nach Hause. Das Frühstück essen wir im Falkhotel in Wolwega. Dies liegt am Weg und bietet ein reichhaltiges Angebot. Die Ferien sind vorbei. Das Wetter zeigt sich auch am heutigen Tag wie in den Letzten Wochen, Sonne, Wolken, Regen, Sonne, sehr starker Regen usw.

Um 18.00 Uhr sind wir zuhause eingetroffen.

 

Pegel Grafik
Reise Zusammenfassung