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Törn 2014

Unsere diesjährige Reise mit der Rina Blue führt uns in den Süden der Niederlande, in die Provinzen Limburg und Nord Brabant.

Limburg

Die Provinz Limburg erstreckt sich im Südlichen Teil der Niederlande von Nijmegen bis nach Mastricht. Der Süden der Provinz hebt sich deutlich vom Rest des Landes ab, da er eine der wenigen hügeligen Regionen ist. In Limburg befindet sich der höchste Punkt der Niederlande, der Vaalserberg. Zudem ist die Provinz von wichtiger geografischer Bedeutung, da sie im Dreiländereck von Belgien, Deutschland und den Niederlanden liegt. Der wichtigste Fluss ist die Maas, sie durchquert die Provinz der Länge nach von Süden nach Norden. In Maastricht gibt es eine Reihe namhafter Restaurants, darunter auch solche, die mit Michelin-Sternen ausgezeichnet sind.

Nordbrabant und Den Bosch
Die Provinz Nordbrabant erstreckt sich im Südlichen Teil der Niederlande von Nijmegen zur Belgischen Grenze und im Westen bis zur Schelde.Wie der größte Teil der Niederlande ist auch Nordbrabant weitestgehend flach. Weil die meisten Einwohner im städtischen Raum leben, ist ein großer Teil der Provinz unbewohnt, obwohl sie fast zur Gänze landwirtschaftlich genutzt wird. Die wunderschöne Landschaft ist ausgesprochen abwechslungsreich: Es gibt Hügel, Wälder, Heidelandschaften und sogar Dünen. 

 

    Samstag, 6.9.2014

Heute geht es los. Wir fahren in Richtung Norden, zum Liegeplatz unserer Rina Blue. Nach dem wir unsere Mitreisenden aufgeladen haben, reisen wir über die Autobahn in Richtung Niederlande. Das Wetter zeigt sich von der besten Seite und verspricht uns einen herrlichen Tag. Die Nebelbänke in den Talsohlen deuten unverkennbar an, dass es nun Herbst ist, und nicht mehr Sommer. Die Temperaturen sind aber sehr angenehm, zumal diese im „Sommer“ nicht immer so hoch waren. Wir erreichen die Rina Blue um ca. 14.30 Uhr und parken sie an den Außen Stegen im Hafen, machen den Einkauf und verstauen die Esswaren im Schiff. Der Himmel hat sich, wie es sich für Holland gehört, mit Wolken bedeckt und es regnet sogar ganz wenig. Wir sind von der Reise doch etwas geschafft, so dass es heute nicht späht wird. Wie wollen am morgen früh losfahren, damit wir die geplante Etappe vor Betriebs Ende der Schleusen schaffen.

  Sonntag, 7.9.2014 Wie geplant kriechen wir um acht Uhr aus den Federn und geniessen das Frühstück. Der Himmel ist, nach dem während der Nacht der Himmel wolkenlos war, nun wieder bedeckt. Kurz nach neuen Uhr heisst es Leinen los. Die erste Brücke öffnet sich nach kurzer Zeit und wir könne unsere Fahrt in Richtung Grou vorsetzen. Auf dem Margareten Kanal geht es weiter in Richtung Süden. Vorbei an unzähligen Jachthafen und Liegeplätzen die mit Schiffen gefüllt sind. Gegen Mittag verziehen sich die Wolken und die Sonne scheint auf die vielen Schiffe und Wassersportler die jetzt unterwegs sind. Die Fahrt führt uns durch Lemmer und die „Marknesser Fahrt“ zu unserem heutigen Ziel Hafen. Dort treffen wir unsere Freunde Jueles und Dorli, welche hier mit ihrem Schiff Marco Polo liegen. Ein ausgezeichnetes Nachtessen und der „Schlummerkaffee“ runden den schönen Tag ab. Nachdem der Tagesbericht im Netz steht, geniessen wir die Ruhe an unserem Liegeplatz.

Leeuwarden - Marknesse, 71.9 km, 4 Schleusen, diverse Brücken, 7,5 Std. 

  Montag, 8.9.2014

Es war eine sehr kalte Nacht, keine Wolken und ein hell strahlender Vollmond. Offenbar ist die Rina Blue „Mondsüchtig“. Plötzlich schaltet sich die Stromversorgung aus, ohne dass etwas ein oder ausgeschaltet wird. Wir liegen ja heute bei der Werft und wollen die Störung am System beheben lassen. Das ganze System wird mit einem Update versehen und das Programm neu geladen. Das dauert aber ca. 3 Stunden. In dieser Zeit können wir das Schiff auftanken, die leere Gasflasche ersetzen und dies und jenes noch erledigen. Nach dem das Programm geladen ist, können wir die Funktion probieren. Es „scheint“ alles zu funktionieren, bis ich die Navigationselektronik einschalte. In diesem Moment schaltet sich das System wieder aus. Nach dem Neustart funktioniert alles wieder, bis eine andere Funktion im Schiff aktiviert wird und sich wieder alles ausschaltet. Da die Werft im Moment sowieso nichts machen kann, beschliessen wir unsere Reise trotzdem fortzusetzen und das Problem selber zu finden. Bei der Fahrt über das Ijsselmeer in Richtung Lelystad ziehen einige Wolken über uns hinweg, gegen den Abend scheint die Sonne wieder und beschert uns einen schönen Sonnenuntergang beim Nachtessen auf dem Achterdeck. Wir liegen heute im Batavia Hafen und probieren den neue Grill aus, der uns ein tolles Nachtessen ermöglicht. Mit einem feinen Kaffee beschliessen wir den ereignisreichen Tag.

Marknesse - Lelystad, 41.3 km, 3 Schleusen, 11 Brücken, 5,5 Std. 

  Dienstag, 9.9.2014

Am Morgen ist der Himmel bedeckt und erscheint in vielen Grautönen. Der Wind, der in der Nacht etwas zugelegt hat, bläst nicht mehr so stark, die Temperatur fühlt sich doch eher kühl an. Während der Nacht ist das elektronische Bussystem, das die Steuerung der Geräte und Beleuchtung an Bord macht, mehrmals ausgefallen. Das ist sehr ungünstig für die Esswaren im Kühlschrank, welcher davon natürlich auch betroffen ist. Dadurch beschliessen wir, dass wir heute hier im Batavia Hafen bleiben und ich versuchen kann, das Problem, zusammen mit den Spezialisten zu lokalisieren und hoffentlich zu beheben. Mit dem Computer kann ich die Signale auf dem Bus aufzeichnen. Dies soll den Spezialisten, welche ich im Laufe des Tages kontaktiert habe helfen, die Störungsquelle nun doch noch zu finden. Dies beansprucht doch eine ganze Weile. Die Gäste verweilen sich während dieser Zeit in den Outlet Shop’s in Bavaria Stadt. Am Abend habe ich das halbe Schiff zerlegt um die Funktion der Steuerung zu erkennen. Dadurch habe ich festgestellt, dass die Störung vom Bedien- Paneel, auf dem der Hauptschalter liegt, kommt. Wenn ich das Modul aus dem Bus entferne, läuft das System. Wir werden morgen sehen, wie es gelöst werden kann. Unsere Reise in den Süden der Niederlande verzögert sich dadurch. Als „Entschädigung“ geniessen wir ein wunderbares Nachtessen im Restaurant De Rede. Wie üblich trinken wir den Schlummerkaffee auf dem Schiff.

Hafen Tag

   Mittwoch, 10.9.2014

Am Morgen wecken uns die Sonnenstrahlen, die sich durch die vorbeiziehenden Wolken, bis zu uns durchgeschlängelt haben. Während der Nacht hat die Steuerung, ohne das defekte Panel gut funktioniert. Da jedoch der Hauptschalter auf dem defekten Modul liegt, können wir nicht ohne dieses weiterfahren. Die Werft kann uns ein Modul bringen, so dass wir das defekte ersetzen können. Bis am Mittag ist das erledigt und wir können unsere Reise endlich fortsetzen. Der Wind bläst auf dem Markermeer von Norden. Das bedeutet, dass wir auf der Fahrt Richtung Amsterdam die Wellen von der Seite haben. Das wird etwas ungemütlich aber lässt sich nicht vermeiden. Vor der Abfahrt genehmigen wir uns das Mittagessen, so dass wir die Fahrt gestärkt antreten können. Bereits um 16.30 erreichen wir Amsterdam, biegen nach der Oranje Sluis nach Backbord, in den Amsterdam-Rhiin-Kanaal ab. Es herrscht reger Schiffsverkehr, was wiederum zu starkem Wellengang führt. Nach ca. 10 Km biegen wir Backbord ab und fahren in Richtung Weesp, wo wir die Nacht verbringen. Zum Nachtessen gibt es „Wybuuräwürscht“ vom Grill und Brot. Bis zum Ende der Ferien sind wir sicher Grillmeister. Der obligate Abendspaziergang führt uns entlang dem Kanal durch das kleine Städtchen Weesp, und zurück. Den obligaten Kaffee geniessen wir an Bord.

Lelystad - Weesp, 52.5 km, 2 Schleusen, 5 Brücken, 6 Std. 

  Donnerstag 11.9.2014

Um neun Uhr, nach dem wir das Frühstück, heisst es Leinen los. Wir möchten heute wenn möglich bis nach Nijmegen fahren. Wenn als nach Plan läuft sollten wir um ca. 19.00 Uhr dort eintreffen.  Die Brücke über den Kanal von Weesp in den Amsterdam-Riin-Kanaal, öffnet pünktlich um 9.00 Uhr und wir können in den Kanal einbiegen. Es herrscht reger Verkehr, so dass wir sehr umsichtig manövrieren müssen. Die Fahrt in Richtung Süden verläuft problemlos, vorbei an den Skulpturen in Utrecht und durch die zahlreichen Baustellen auf dem Wasser. Bei einer Baustelle sind Taucher am Werk. Diese werden vom „Waterstaat“ bewacht, das heisst, von jeder Seite der Tauchstelle ist je ein Schiff so in Position, dass man sehr langsam vorbeifahren müssen. Danach können wir wieder aufdrehen, bis wir zur Prinzes Irenesluis kommen. Dort stauen sich die Frachter und Tanker. Ein Segelschiff kreuzt im Fahrwasser und teilt uns mit, dass er bereits seit 2,5 Stunden hier warte. Ich melde mich trotzdem über den Funk und erhalte die Antwort „Stand by“. Also warten wir erst einmal ab. Wir legen an, damit wir nicht zwischen der Berufsschifffahrt die aus der Schleuse kommen und ihren Kollegen die in die Schleuse wollen, herum kurven müssen. Eine, zwei Schleusungen gehen vorbei, ohne dass wir für die Einfahrt aufgerufen werden. Bei der dritten Schleusung, nach dem die Berufschifffahrt durchnummeriert und die Positionen in der Schleuse verteilt wurden, rufe ich nochmals und frage an, ob wir uns hinten in die Schleuse legen dürfen. Die Antwort kam prompt, einfahren und an Backbord festmachen. Die ganze Übung hat uns aber ca. 1,5 Stunden gekostet. Deshalb beschliessen wir in Tiel die Nacht zu verbringen. Noch die Prins Bernhardsluis überwinden und dann, nach dem einkaufen geniessen wir in der Pizzeria im Städtchen feine Spagettis und Lasagne. Den Kaffee und Dessert gibt es wie üblich im Schiff.

Weesp - Tiel, 64.7 km, 2 Schleusen, 3 Brücken, 7.5 Std

  Freitag, 12.9.2014

Ein strahlend blauer Himmel verheisst uns, dass es ein wunderbarer Tag wird. Nach dem Frühstück und auffüllen des Frischwassers, fahren wir auf dem Waal zu Berg. Die Rina Blue muss richtig arbeiten damit wir eine einigermassen gute Reisegeschwindigkeit erreichen. Mit ca. 8 kmh geht es gemächlich zu Berg. Wir werden von unzähligen Frachtschiffen überholt, obwohl diese auch nicht mit Hight Speed auf dem Waal vorankommen. In Nijmegen fahren wir bis zum Passantenhafen um nach zu sehen, ob genügend Liegeplätze vorhanden sind um mit mehreren Schiffen dort zu liegen. Die Einfahrt in den Hafen ist nicht so einfach, da ein Hotelschiff direkt in dieser angelegt hat. Die Strömung treibt uns direkt auf das Hotelschiff zu und ich muss ziemlich viel Vorschub geben, damit ich an ihm vorbei in den Hafen komme. Es sind viele Plätze frei, so dass wir davon ausgehen können, dass auch am Montag noch welche frei sind. Wir fahren also wieder den Waal zu Tal und biegen in den Waal-Maas-Kanal ein. Die Schleusung klappt gut und schnell, so dass wir bald auf der Mass zu Berg fahren können. Auch hier hat es Berufsverkehr auf dem Wasser, aber nicht soviel wie auf dem Rhein. Schnell erreichen wir die Schleuse Sambeck, werden schnell geschleust und erreichen nach kurzer Zeit unseren Zielhafen im Leukermeer. Hier sind aber alle Passanten Liegeplätze belegt. An einem Kopfsteg im Hafen ist noch frei und wir hoffen, dass wir die Nacht hier liegen können. Der Platz ist normalerweise belegt, das Schiff im Moment aber nicht hier. Im Restaurant „Dit is’t“ geniessen wir ein vorzügliches Nachtessen. Den Kaffee gibt es an Bord.

Tiel - t'Leukken, 77.1 km, 3 Schleusen, 2 Brücken, 8 Std

  Samstag, 13.9.2014

Am Morgen bläst starker Wind gegen unsere Rina Blue. Wir liegen direkt in der Hafeneinfahrt, Am Kopfsteg im Jachthafen Tonnar im Leukermeer. Die Frühstücks- Brötchen gibt es im Shop auf dem Campingplatz zu kaufen. Dieser öffnet aber erst um 8.30 Uhr und wir, das heisst die „Fendermitzen“, brauchen ca. 15 Minuten zu Fuss zum Shop. Wir möchten noch nach den Liegeplätzen für den Vereinstörn schauen und warten bis der Hafenmeister eintrifft. Er meint jedoch, dass am Sonntag genügend Plätze frei sind, so dass wir sicher dort liegen können. Wir starten um 10.00 Uhr und kommen sehr zügig voran. Die Maas windet sich durch die flache Landschaft, gesäumt von grünen Weideflächen und Bäumen und unzähligen Fähren die über den Fluss führen. Auch das Schleusen klappt sehr gut, bis wir zur Schleuse vor Rörmond kommen. Diese ist wegen Renovation ausser Betrieb und wir müssen noch einen Umweg fahren, um an den vereinbarten Treffpunkt mit den Kollegen vom schleusenverein.ch zu gelangen. Das verzögert unsere Ankunft um etwa eineinhalb Stunden und wir verpassen dadurch den Apero. Auf dem Schiff des Präsidenten gibt es aber trotzdem einen Willkommenstrunk und wir können die anwesenden Mitglieder begrüssen. Auf dem Grill kochen wir unser Nachtessen, „Blätzli und Hördopfel“. Voraus einen feinen Salat und das Abendessen ist perfekt. Wie üblich geniessen wir noch einen Kaffee mit Dessert und beschliessen so den ereignisreichen Tag.

t'Leukken - Roermond, 66.2 Km, 3 Schleusen, 3 Brücken, 9.25 Std

  Sonntag, 14.9.201

Am Morgen ist der Himmel bedeckt und Nebel liegt über dem Wasser. Es ist ein düsterer Anblick, wenn man so aus dem mit Tau bedeckten Schiff schaut. Wir geniessen das Frühstück umso mehr, mit frischem Toast, Eier, Honig und Konfitüre. Um neun Uhr sollen wir starten, so wurde vereinbart. Aber bereits um halb neuen laufen viele Motoren der neun Schiffe. Die Walki Talki sind verteilt und die Abfahrt kann also losgehen. Der Schleusenwärter von der Linne Sluis staunte nicht schlecht, als ich 9 Motorjachten für die Bergfahrt angemeldet habe. Die Schleusung klappt sehr gut und auch in der Schleuse Heel hat alles bestens geklappt. Die Fahrt führt uns auf der Maas zu Tal, durch die immer noch mit Nebel eingehüllte Landschaft. Ab Mittag verzieht sich der Nebel und die Sonne guckt zwischen den Quellwolken hindurch. Das Mittagessen nehmen wir während der Fahrt, genau so wie den Kaffee danach. Da heute Sonntag ist, gibt es „Lindorchugeli“ zum Kaffee. Hier in Holland bekommt man Schokolade Sorten, die es bei uns in der Schweiz nicht gibt, Orange, Himbeeren Erdbeeren und so weiter. Am späten Nachmittag erreichen wir den Liegeplatz im Leukermeer und können alle Schiffe auf die leeren Plätze verteilen. Nach dem wir uns für den Landgang frisch gemacht haben, gibt es im Restaurant „Dit is’t“ ein feines Nachtessen, von einem zwei Sterne Koch zubereitet.

Roermond - t'Leukken, 66.2 Km, 3 Schleusen, 3 Brücken, 6.25 Std

   Montag, 15.9.2014

Es war eine kalte Nacht, aber sehr ruhig im Leukermeer Hafen. Im Laden beim Campingplatz kann der Proviant erneuert und die Brötchen und Gipfeli für das Frühstück gekauft werden. Mit der fahrbaren Einkaufstasche wird die eingekaufte Ware zum Schiff gefahren und hier verstaut. Ich nutze die Gelegenheit, dass alle Passagiere zum einkaufen gegangen sind, und putze die Filter des Abwassers. Um 9.30 Uhr ist auf dem Schiff des Präsidenten die Besprechung der Tagesetappe. Um zehn Uhr geht es los in Richtung Nijmegen. Die Fahrt auf der Maas zu Tal verläuft schnell und bei sonnigem Wetter. Wir haben Glück und müssen bei den unzähligen Fähren nicht anhalten. Sie fahren immer erst los, nach dem wir an ihnen vorbei sind. Schnell erreichen wir die Schleuse Weurt, die uns auf das Niveau den Waal (Rhein) bringt. Jetzt geht es noch drei Kilometer den Waal zu Berg und wir können in den Lindenburghaven einfahren. Im Nu ist der ganze Anleger voll von mit Schweizer Flaggen beflaggten Schiffen belegt. Der Hafenmeister kann kaum glauben, dass dort alle neun Schiffe Platz gefunden haben, und kommt persönlich am Steg vorbei. Jetzt noch Strom anschliessen und Wasser tanken und ab geht es in die Stadt. Auf der Promenade hat ein Künstler ein Bild gemahlt, das von einem bestimmten Standort aus als 3D Bild wahrgenommen wird (siehe Bild). Der Markt ist noch aufgebaut, so dass die „schnellen“ noch etwas davon mitbekommen. Um 18.00 Uhr werden alle Geschäfte geschlossen und die Gassen in der Stadt sind sofort verwaist. Für das Nachtessen fällt die Entscheidung zu Gunsten eines griechischen Restaurants aus, das am Ufer mit Sicht auf den Waal steht. Den Kaffee, gibt es wie immer an Bord.

t'Leukken - Nijmegen, 47 km, 3 Schleusen, 2 Brücken, 5.25 Std

  Dienstag, 16.9.2014

Eigentlich habe ich heute Morgen mit Regen gerechnet. Die Sonne steht als roter Ball am Himmel und die Wolken und Nebelschwaden leuchten in roten – violetten Farbtönen was ein wunderbares Bild abgibt.  Die Damen sind mit dem Einkauf der Frühstücks Brötchen beschäftigt. Ich versuchen den Tau vom Schiff zu kriegen, so dass wir auf unserer Fahrt über den Rhein gute Sicht haben. An der Besprechung zur Tagesetappe beschliessen wir das nicht der ganze Konvoi los fährt, sondern kleine Gruppen gebildet werden. Wir fahren, zusammen mit zwei weiteren Schiffen als erste los. Auf dem Rhein begegnen uns viel grosse Schiffe, Container Frachter und sogar ein Haustransporter. Ein Schubverband zu Tal lässt uns die Gewalt des Wassers (Wellen) spüren. Wir wollen ja noch den Honig in Tiel abholen und dann weiter den Rhein zu Tal zur Saint Andris Sluis fahren. Die Schleuse beschert uns eine Pause von etwas mehr als einer Stunde. Danach dürfen alle acht Schiffe, plus ein Segelschiff, hinter einem Frachter in die Schleuse fahren. Das ist ein richtiges „Gstungg“. Die Schleusung klappt aber gut und der Konvoi kann nun auf der Maas bis nach Heusden fahren. Wir, also acht Schiffe, sind im Hafen angemeldet. Über Funk werden uns verschiedene Plätze zugewiesen. Offenbar sind aber selbst ernannte Hafenmeister nicht gleicher Meinung wie der Echte. Jedenfalls haben alle einen Platz bekommen und liegen sehr gut im ruhigen Hafen. Nun machen wir uns fein für den Landgang und geniessen das ausgezeichnete Nachtessen im Karel’tje. Nach dem wir unsere Bäuche vollgeschlagen haben, spazieren wir bei klarem Nachthimmel zurück zum Schiff. 

Nijmegen - Heusden, 65.1 km, 1 Schleuse, 1 Brücke, 5.20 Std

  Mittwoch, 17.9.2014

Ein strahlender Morgen begrüsst uns heute. Keine Wolke am Himmel und die Sonne strahlt uns an. Wir haben im Jachthafen von Heusden eine sehr ruhige Nacht verbracht. Nach dem Frühstück gehen die Damen des Schiffes ins Städtchen zum Einkaufen. Es gibt eine, dem Stil des Städtchens angepasste Bäckerei. Dort finden Sie frisches Holzofenbrot und feine Gipfeli. Nach der Tagesbesprechung wollen wir die Rina Blue noch auftanken, deshalb beschliessen wir, dass wir heute als letzte starten werden. Bei der Tankstelle kaufen wir noch Dichtungen für den Gas- Anschluss, da dieser bei der Flasche undicht ist. Die Fahrt auf der Maas zu Berg geht zügig voran und wir erreichen die Einfahrt zum Süd Willhelms Kanal schnell. In der ersten Schleuse wird gearbeitet und es herrscht ein unheimlicher Lärm. Mit einem Schlaghammer wird der Belag auf der Metallbrücke entfernt, was so tönt wie ein startender Düsenjet. Wir können nur mit Handzeichen miteinander kommunizieren. Auch der Schleusenwart hat einen Gehörschutz aufgesetzt, so dass er keine Funkgespräche hören kann. Für die Ausfahrt müssen wir den Geräteträger ablegen, was dank der neuen Einrichtung sehr gut funktioniert. In s’Hertogenbosch treffen wir die anderen Schiffe des schleusenverein.ch vor der Schleuse 0 wieder. Diese wollen noch eine Pause einlegen, wir fahren aber weiter Richtung Veghel. Bei der nächsten Schleuse holen sie uns wieder ein, so dass wir alle gemeinsam in den lauschigen Jachthafen in Veghel einlaufen können. Nun noch den Einkauf machen und das Nachtessen, wie üblich Grilladen, und danach den obligaten Kaffee mit Dessert geniessen.

Heusden - Veghel, 34.1 km, 3 Schleusen, 10 Brücken, 5.50 Std

  Donnerstag, 18.9.2014

Gestern Abend habe ich noch festgestellt, dass die Verbindungsleitung zwischen den beiden Diesel Tanks nicht geöffnet ist. Ich hatte mich schon gewundert, dass die Rina Blue plötzlich so schnell den Diesel verbraucht. Die Tankanzeige ist kurz nach dem Tanken bereits wieder gesunken. Um 22.00 Uhr wurde noch ein Feuerwerk gestartet. Am Morgen erwachen wir wieder bei strahlendem Wetter. Die Abfahrt wurde heute auf 10.30 Uhr festgelegt. Wir fahren nur eine kurze Strecke auf dem Süd Willhelms Kanal. In Arle-Rixtel werden wir im „Outback“ übernachten. In diesem Städtchen ist offenbar das Glockengiessen fest verankert. Neben der Glockengiesserei sind auch einige Skulpturen zu sehen die auf diesen traditionellen Beruf hinweisen. Das Städtchen hat viele kleine Geschäfte, unter anderem eine Bakkerij, wo wir das feine Dessert für den Abend finden. Um 17.00 Uhr ist ein Apero angesagt. Dazu soll von jedem Schiff etwas beigesteuert werden. Es ist ein ansehnliches Büffet entstanden, das sich sehen lassen kann; Bruscetta, Dip Gemüse, Käse in verschiedenen Sorten, Tomaten Mozzarella und so weiter. Es war ein sehr gelungener Anlass, der das „Gspröchlä“ und kennenlernen gefördert hat. Das Nachtessen wird wieder individuell auf den einzelnen Schiffen gemacht. Ein kurzer Regenguss, 30 Sekunden“ hat aber einzelne aufgeschreckt. Mit Kaffee, Erdbeeren und dem eingekauften Dessert wird der gemütliche Tag abgeschlossen.

Veghel - Arle-Rixtel, 16 km, 3 Schleusen, 6 Brücken, 3.50 Std

  Freitag, 19.9.2014

Um 7.00 Uhr ist bereits Tagwach. In der Nacht hat es ziemlich stark geregnet. Ich musste nochmals aus den Federn um das Verdeck zu schliessen. Der Liegeplatz liegt sehr schön im grünen, jedoch an einer befahrenen Strasse. Der Verkehr lässt jedoch stark nach und wir können gut schlafen. Der Kaffee und das Frühstücksei gibt uns genügend Kraft, damit wir um 8.00 Uhr starten können. Heute fahren wir bis Maasbracht, in den Hafen der Firma Linssen Jachts. Über dem Kanal liegt etwas Nebel, die Sicht ist aber gut genug um sicher zu navigieren. Die erste Schleuse ist schnell erreicht und wir können direkt einfahren. Mit acht Schiffen dauert die Schleusung etwas länger, alle müssen einfahren und wieder ausfahren. Am Mittag klart das Wetter auf und die Sonne „brennt“ wieder auf unser Schiff. Die letzte Schleuse der heutigen Etappe hat die beachtliche Höhe von 7.66 Meter. Wie die .66 gemessen wurden ist mir nicht klar. Wie geplant erreichen wir kurz vor vier Uhr den Zielhafen. Die Besichtigung und Führung durch die Werft ist sehr interessant. Man sieht in verschiedenen Etappen wie eine Linssen Jacht entsteht. Wie bei allen anderen Werften sind auf neuen Schiffen noch nicht alle Kabel richtig verlegt. Hoffen wir, dass die Arbeiter am Montag noch wissen, welches wohin gehört. Zum Abschluss werden wir noch bewirtet mit Getränken, „Suppe mit Spatz“ und feinen belegten Broten. Zurück auf dem Schiff werden noch ein paar Wienerli, Salat und Chips verzehrt und der Tag mit dem obligaten Kaffee und Dessert abgeschlossen.

Arle-Rixtel - Maasbracht, 47.7 km, 6 Schleusen, 7 Brücken, 7.30 Std

  Samstag, 20.9.2014

Am Morgen ist sehr viel los im Hafen der Firma Linssen. Alle Mietschiffe, mit denen zusammen wir  während der letzten Woche gefahren sind, werden auf Vordermann gebracht. Die Wassertanks müssen gefüllt, Müll entsorgt und die Schiffe für die Rückgabe besenrein gemacht werden. Wir verabschieden uns von den Kollegen des www.schleusenverein.ch, es war eine tolle Woche mit ihnen zusammen. Wir fahren nach dem Frühstück die Maas zu Tal. Die kleine Schleuse in Roermond ist noch immer geschlossen, weshalb wir die Schleuse Heel für die Talfahrt verwenden. Zusammen mit einem grossen Frachter können wir schleusen und die Fahrt Richtung Venlo fortsetzen. Bei der Schleuse zeigt der Zähler 1000 Motorstunden an. Das werden wir am Abend mit einem feinen Essen feiern. Im Passantenhafen in Venlo legen wir an um unseren Proviant zu ergänzen. Im Jumbo, nicht weit vom Hafen entfernt, gibt es alles was wir benötigen zu kaufen. Nach dem alles verstaut ist, setzen wir die Fahrt fort, vorbei an den Weiden mit Schwarzen Rindern, Pferden und Schwärmen von Gänsen. Einige Frachtschiffe begegnen uns oder fahren zu Berg. Um 17.00 Uhr erreichen wir das Leukermeer, bereits zum dritten Mal in diesen Ferien und beschliessen, die Nacht im Hafen des Campingplatzes zu verbringen. Unweit des Restaurants gibt es einen geeigneten Platz, den wir belegen.

Maasbracht - t'Leukken, 61.4 km, 2 Schleusen, 2 Brücken, 6 Std

  Sonntag, 21.9.2014

Nach einer sehr ruhigen Nacht erwachen wir heute beim Gezwitscher von vielen Vögeln und regnerischem Wetter. Die Gipfeli für das Frühstück können wir im Supermarkt auf dem Campingplatz kaufen. Es ist noch ruhig im Hafen des Campingplatzes als wir die Leinen lösen und uns auf den Weg nach Nijmegen machen. Die Strecke auf der Maas fahren wir nun zum dritten Mal in diesen Ferien. Das Erste mal zu Berg nach Rörmond, das zweite Mal mit dem schleusenverein.ch zu Tal und nun das dritte Mal wieder auf dem Heimweg in den Norden der Niederlande. Starker Wind und viele Strömungen begleiten uns auf dem Weg. Der Wind bläst uns direkt auf die Nase, was uns etwas Schwung wegnimmt. Gegen Mittag bläst der Wind die Wolken weg und die Sonne versucht sich durchzusetzen. Das gelingt ihr auch mehrheitlich, ab und zu gibt es aber wieder Wolken, richtig holländisches Wetter. Die Fahrt geht sehr zügig voran und wir erreichen am Mittag die letzte Schleuse, die uns auf das Niveau des Waal bringt. In Nijmegen wimmelt es von Militär, Panzer, Kanonen, Flugzeuge und auf dem Wasser Schlauchboote. Die Fahr- und Flugzeuge sind aber nicht modern sondern entsprechen den Geräten von 1944. Wir legen im Passantenhafen an und besuchen die Stadt mit ihren historischen Gebäuden. Es sind sehr viele Leute unterwegs, die Cafes und Restaurants sind alle gefüllt. Über der Stadt tobt ein Luftkrieg mit kleinen und grossen Flugzeugen, die sich und die Brücken über den Rhein bekämpfen. Es ist ein Gedenk-Tag, 1944 bis 2014 steht auf den Fahrzeugen, die wir auf dem Rückweg zu unserem Schiff sehen. Zum Nachtessen wird grilliert, Truten-Schnitzel, Peperoni, Kartoffeln und ein Salat. Wir geniessen den Ausblick auf den Rhein mit den sehr zahlreich vorbeifahrenden Schiffen.

t'Leukken - Nijmegen, 47 km, 3 Schleusen, 2 Brücken, 5.25 Std

  Montag, 22.9.2014

Am Morgen müssen die Brötchen für das Frühstück in der Stadt eingekauft werden. Der Bäckerladen liegt etwa 20 Gehminuten vom Hafen entfernt. Der Himmel ist mit dunklen Wolken bedeckt und es nieselt etwas. Ein kräftiger Wind bläst die Wolken über uns hinweg. Das Internet hat gestern nicht funktioniert, so dass wir heute versuchen die Tagesberichte ins Netz zu stellen. Wir starten um ca. 9.30 Uhr und fahren den Waal zu Berg. Viele Schiffe überholen uns oder fahren mit blauen Tafeln bezeichnet den Waal zu Tal. Es kommt oft vor, dass zwei Bergfahrer überholen und gleichzeitig ein Tal - Fahrer an uns vorbeifährt. Wir ignorieren die blauen Tafeln und fahren immer den bezeichneten Buhnen entlang am rechten Fahrwasserrand entlang.  Bei jeder blauen Tafel quer über den Rhein zu fahren ist viel zu aufwendig für uns. Kurz nach dem Mittag erreichen wir die Abzweigung in den Pannerdenskanaal und fahren nun die Jissel zu Tal. Mit bis zu 14 kmh geht es gegen den Wind, der sehr aufgefrischt hat und die Bugwellen zeitweise über das Schiff bläst. Es ist kühl geworden und wir haben Lust auf eine warme Suppe. Der Smutje macht mit der Mikrowelle eine Tasse Suppe nach der anderen. Die Stromverbrauchsanzeige sinkt und sinkt. Plötzlich erscheint eine Warnung, dass die Batteriespannung zu niedrig sei. Offenbar funktioniert das Laden der Batterien nicht mehr. Wir sind nur noch ein paar Kilometer von unserem Zielhafen entfernt und fahren dort zu einem Gäste - Liegeplatz. Nach dem das Schiff festgemacht ist gehen wir der Störung auf den Grund und finden eine defekte Sicherung. Da ich keine 80A Sicherung in Reserve habe, mache ich mit einem Draht eine „Ersatzsicherung“ 6 Quadrat sollte für 80 A reichen. Mit diesem Flick funktioniert die Ladung wieder. In der Stadt gibt es einen „Scheepvaarwinkel“ bei dem ich eine Sicherung kaufen kann. Nach der Stadtbesichtigung wird diese eingebaut. Das Nachtessen, Hamburger vom Grill mit Brot und Salaten, so wie den Kaffee und den Dessert essen wir an Bord. Wie an den Bildern unschwer zu erkennen ist, liegen wir heute in Arnheim.

Nijmegen - Arnheim, 30.8 km, 0 Schleusen, 0 Brücken, 3.45 Std

 Dienstag, 23.9.2014

Es war ziemlich kalt in der klaren Nacht. Am Morgen scheint die Sonne direkt in die Kajüte, was ein sehr schöner Tag erwarten lässt. Um ca. 10.00 Uhr starten wir, nach dem wir das Frühstück gegessen haben. Wir wollen auf dem Needer Rhiin zu Berg und dann in die Ijssel einbiegen. Im Gegensatz zu gestern ist heute kaum Wind zu spüren. Das Wasser ist spiegel glatt und die Sonne reflektiert ihre Strahlen. Auf der Ijssel geht es rasant zu Tal. Wir erreichen Geschwindigkeiten von 15 kmh trotz moderater Tourenzahl von ca. 1900 Umdrehungen. Im Nu erreichen wir das geplante Etappenziel, Deventer. Es ist aber erst 14.00 Uhr und wir beschliessen weiter zu fahren. Der Berufsverkehr auf der Ijssel ist doch grösser als angenommen. Viele Schiffe überholen uns bei der Talfahrt, oder stampfen uns auf dem Wasser entgegen als Bergfahrt. Bereits kurz nach 17.00 Uhr sind wir in Kampen und legen im „Oude Buitenhaven“ für die Übernachtung an. Heute wollen wir mal wieder auswärts essen. Die Einkaufsstrasse, mit vielen Boutiquen, Metzgerei, Bäcker und Geschäfte mit holländischen Spezialitäten beginnt direkt am Hafen. Es sind auch zahlreiche Restaurants anzutreffen. Wir entscheiden uns für das Restaurant „ThePeppermill“. Hier gibt es einige feine Speisen und Desserts. Auf dem Rückmarsch zum Schiff sind nur noch wenige „Einheimische“ anzutreffen. Die Strassen wirken wie ausgestorben.

Arnheim - Kampen, 111.6 km, 0 Schleusen, 0 Brücken, 8.25 Std

  Mittwoch, 24.9.2014

Der graue Himmel am Morgen lässt in Sachen Wetter nichts Gutes erahnen. Wir lassen die Heizung laufen um beim Frühstück warm zu haben. Das Schiff, das hinter uns liegt möchte, wie die anderen Schiffe hier im Passanten Hafen in Kampen, losfahren. Also machen wir die Leinen los und legen ab. Auf der Ijssel begegnet uns bereits bei der Ausfahrt die Berufsschifffahrt. Durch die Ganzensluis fahren wir in das Ganzerdiep ein. Der Fluss windet sich durch die in grau verhüllte Landschaft. Am einen Ufer liegen Archen, holländische Wohnschiffe vertäut, auf dem Anderen stehen die Ferienhäuser schön aufgereiht. Jedes Häuschen hat seinen eigenen Stil, mal etwas mehr Fenster, mal etwas mehr grün vor oder am Haus. Nach kurzer Zeit fahren wir durch die Landschaft, gesäumt von grossen Grünflächen und ab und zu Landwirtschaft. Schon bald erreichen wir die Zwarte und biegen nach Steuerbord in Richtung Zwartsluis ab. Es regnet ab und zu und wir sind froh, dass wir in unserem Achterdeck gut davor geschützt sind. Vor der Beukerssluis müssen wir warten bis die Mittagspause vorbei ist. Die Fahrt führt uns über die Beulaker Wijde und durch die Walengracht. Auf dem Giethoornse Meer werden wir von einem starken Regen überrascht. Die Sicht ist auf ca. 50 Meter geschrumpft. Da wir aber alleine unterwegs sind in diesen S… Wetter, ist das kein Problem. Kurz vor unserem Ziel, Blokzijl klart der Himmel auf und es hört auf zu regnen. Nun noch die Schleuse in Blokzijl und wir haben die heutige Etappe geschafft. Nach dem Anlegen zeigt sich sogar kurz die Sonne, aber schon bald bestimmt der Regen wieder das Wetter. Wir wollen heute noch etwas Proviant für die nächsten beiden Tage einkaufen. Es giesst aus Kübeln, aber so wie es aussieht wird sich das Wetter in den nächsten Minuten nicht ändern. Also marschieren wir, mit Regenschutz bekleidet los. Das Nachtessen, feine Pfannkuchen, geniessen wir im Restaurant „Sluis Zicht“. Kaffee und Dessert wie immer auf dem Schiff.

Kampen - Blokzijl, 36.9 km, 3 Schleusen, 8 Brücken, 5.45 Std

  Donnerstag, 25.9.2014

Der Morgen ist nass und kalt. Die Sonne sehen wir zwar durch die Wolkendecke, so richtig sonnig wird es aber nicht. Die Heizung bringt schnelle Wärme in das Schiff, so dass wir das Frühstück so richtig ausgedehnt geniessen können. Die heutige Etappe ist kurz. Von Blokzijl nach Marknesse. Wir fahren heute zur Werft, wo die Rina Blue den Winter verbringen wird. Die ferngesteuerten Brücken und Schleusen funktionieren heute verhältnismässig schnell. Auf der Zwollsefaart geht es in Richtung Marknesse. Gegen Mittag erreichen wir die Werft, Jachtbouw 2000 und legen hier an. Der Himmel hat sich bereits wieder mit einer Wolkendecke bedeckt und der Wind frischt wieder auf. Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Bus nach Steenwijk und dann mit dem Zug nach Leeuwarden. Hier müssen wir in die Regionalbahn umsteigen und erreichen nach kurzer Zeit die Haltestelle Camingbeuren. Zu Fuss geht es nun zur Hemrik Marine, wo unser Auto für die Heimreise steht. Auf der Rückfahrt, es hat wieder angefangen zu regnen, machen wir noch einen Kaffeehalt in Lemmer. Zum Nachtessen spazieren wir in das Städtchen zur neu eröffneten Pizzeria. Danach wie immer, Kaffee und ….. auf dem Schiff.

Blokzijl - Marknesse, 15.4 km, 1 Schleuse, 2 Brücken, 2.15 Std

  Freitag, 26.9.2014

Der Himmel ist stark bedeckt, leichter Nieselregen geht auf das Schiff nieder. Aussen ist alles kühl und feucht, innen aber wohlig warm. Das Frühstück essen wir heute etwas später als sonst. Wir sind auf der Werft und müssen (dürfen) heute nicht fahren. Nach dem Frühstück legen wir den Geräteträger ab, um die Verbindungskabel der Antennen zu überprüfen. Während den Ferien hatte ich das Gefühl, dass die Funkgeräte nicht richtig laufen. Insbesondere das Marifon, UKW Marine Funkgerät, scheint nicht richtig zu funktionieren. Ich montiere an den Stellen, an denen das Antennenkabel zusammengelötet wurde, neue VHF Stecker. Gleichzeitig wechseln wir die Lampen der Navigationslichter gegen LED Lampen aus. Beim testen wird aber ein „low current“ Alarm ausgelöst, der signalisiert, dass eine Lampe defekt ist und daher kein Strom fliesst. Nach einigen Versuchen habe ich herausgefunden, wie ich im Steuerprogramm die Parameter setzen muss, damit der geringe Strom der LED Lampen keinen Alarm auslöst. Nun funktioniert das gut und die neuen Lampen sollten auch länger funktionieren. Im Schiff wird ebenfalls aufgeräumt und gepackt. Das Schiff geht ins Winterlager und alle Flüssigkeiten, Getränke, müssen wir mit nach Hause nehmen. Am späten Nachmittag sind alle Arbeiten erledigt und wir fahren für das Nachtessen nach Urk. Im Restaurant Taverne lassen wir uns verwöhnen, heute ausnahmsweise mit Dessert.

Werft Tag

Morgen geht es zurück in die Schweiz.

Limburg
Nordbrabant