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Frühlingstörn 2016

Am Pfingstsamstag machen wir uns auf den Weg nach Leeuwarden. Für eine Woche fahren wir mit der Rina Blue in Nordfriesland. Das Wetter in der Schweiz ist sehr trüb mit viel Regen. Am Rein herrscht Hochwasser, so dass wir froh sind, dass unsere Rina Blue in Holland auf "niveau Reguliertem " Wasser liegt. Je weiter wir nach Norden kommen, um so schöner wird das Wetter. In Holland ist zwar sehr viel Wind, ab und zu auch Regenschauer und die Temperatur liegt bei 12 Grad. In der Nacht fällt die Temperatur auf 4 Grad. Aber dafür gibt es ja eine Heizung an Bord, so dass es trotzdem "heimelig" ist. Die eingekauften Esswaren, dieses mal sind wir im Jumbo einkaufen gegangen, werden zwischen zwei Regengüssen mit Graupelschauer an Bord gebracht und verstaut. Die letzten Installationen für das Funkgerät und den Bordcomputer sind schnell erledigt, so dass wir den Abend geniessen konnten.


15.5.2016  Leeuwarden - Dokkum, ca. 32 km

8 Grad, viele Wolken, ab und zu Sonne, meistens Trocken.
Wir starten um ca. 10.00 von unserem Liegeplatz bei der Hemrik Marine in Leeuwarden. Über den Van Harnixmaa Kanal geht es in Westlicher Richtung Leeuwarden Stadtzentrum. Die erste Brücke wird über Funk angerufen und schon ist dei Durchfahrt frei. Durch die Stadsgracht fahren wir zur Dokkumer Ee.

Dies führ nun direkt nach Dokkum. Das Wetter hält sich sehr gut, es sogar etwas sonnig und schön warm in unserem Fahrstand. Einige Schiffe sind trotz des Starken Windes unterwegs. Unter anderen auch Plattbodenschiffe, die vor den Brücken eines an Platz zum manövrieren benötigen. Um 14.30 erreichen wir unser Tagesziel Dokkum. An den Liegeplätzen gibt es eine neue Methode um für den Strom zu bezahlen. Jede Steckdose hat eine Codenummer. Mit dem Handy und der Kreditkarte kann nun der Stromanschluss freigeschaltet werden. Vor der Abfahrt muss jedoch die Freischaltung wieder aufgehoben werden, sonst freut sich der neu Liegegast, wenn er auf unser Konto Strom beziehen kann. Für etwas Bewegung sorgt der Stadtbummel, obwohl die Geschäfte geschlossen sind, sind viele Leute unterwegs.


16.5.2016 Dokkum - Lauersoog, ca 25 km

12 Grad, Wolken, viel Sonne, wenig Regen und viel Wind.
Heute ist viel los in Dokkum. Es werden am Morgen hunderte von Radfahrer erwartet, weshalb die Brücke in Richtung Lauersmeer bis 11.00 Uhr gesperrt ist. Am Nachmittag ist ein Motorrad Event geplant, zu dem ca. 500 Motorräder kommen sollen.

Aus diesem Grunde ist die Brücke Richtung Leeuwarden am Nachmittag für die Schifffahrt gesperrt. Aus gegebenem Anlass stehen wir heute sehr spät auf, und nehmen uns Zeit für ein ausgedehntes Frühstück. Um 11.00 Uhr machen wir die Leinen los und fahren bis zur Brücke, wo sich schon eine stattliche Anzahl von Schiffen für die Durchfahrt eingefunden haben. Die Kolonne von Radrennfahrer die über die Brücke fahren, reist nicht ab. Angefeuert von den Zuschauer am Strassenrand geben sie alles. Um halb zwölf wird die Brücke für die wartenden Schiffe geöffnet. Zügig fahren alle Schiffe durch, damit der Fahrradstau nicht zu gross wird. Die Freude, dass wir jetzt doch fahren können währt nicht lange. Bei der nächsten Brücke müssen wir warten, es ist 12.00 Uhr und somit Mittagszeit. Dafür werden wir wettermässig belohnt. Die Wolken verschwinden mehr und mehr und machen der wärmenden Sonne platz. Die Fahrt geht durch die grüne Graslandschaft, ab und zu sind Kuhherden, Pferde und Schafe, die noch in ihrem Wintermantel auf den Weiden stehen, zu sehen, wie sie genüsslich das frische Gras fressen. Bald ist es im Fahrstand unter dem Verdeck sehr warm, es kommen nun Sommergefühle auf. Ohne Hinderungen können wir bei den folgenden Brücken durchfahren und erreichen bald das Lauersmeer. Eine steife Brise bläst uns entgegen. Die kleinen Wellen sind jedoch kein Problem und schon nach kurzer Zeit sind wir in Lauersoog im Hafen festgemacht. Unser Spaziergang führt uns zum Fähranleger und Fischereihafen, wo wegen des Pfingstmontag und sonnigem Wetter viel Betrieb ist.


17.5.2016 Lauersoog - Groningen, ca 50 km

18 Grad, viel Sonne, kein Regen und etwas Wind.
Bereits am Morgen früh zeigt sich der Himmel blau, mit wenigen schön Wetter Wolken. Es kündet sich ein prächtiger Tag an. Bevor wir die heutige Etappe starten, müssen wir noch das Schmutzwasser entsorgen und frisches Wasser bunkern. Jetzt kann es losgehen.

Kurz nach der Hafenausfahrt begegnen uns Fischerei Schiffe, die ihren Fang nun im Hafen abliefern sollen. Das Lauersmeer ist heute sehr ruhig, nur ganz kleine Wellen. Der Wind bläst von achtern, so dass wir gute Fahrt machen und die Strecke nach Zoutkamp schnell hinter uns bringen. Es sind, auf der heutigen Fahrt, einige Brücken und Schleusen zu befahren. Das klappt ausgezeichnet. Nach kurzer Anmeldung per Funk sind die Hindernisse sofort für uns beseitigt. Der Kanal schlängelt sich durch die von Tieren gesäumte Landschaft. Man spürt förmlich den Frühling, wenn man dem emsigen Treiben der Vogelwelt zuschaut. Auf den Deichen tummeln sich junge Schafe, während im Wasser die jungen Taucher und Enten zappelnd den Eltern nach schwimmen. Schon bald erreichen wir die Oostersluis in Groningen. Hier werden wir abrupt gebremst und müssen lange für die Schleusung warten. Die Brücken in die Stadt sind während der Rash houer geschlossen. Wir legen den Geräteträger am Schiff um und können jetzt ohne Hindernis in den Oosterhaven in der Stad fahren. Hier finden wir einen Platz für die Nacht und können uns auf den Stadtbummel begeben.


18.5.2016 Groningen - Grou, ca 60 km

18 Grad, Sonne, wolkig bis bedeckt, kein Regen und etwas Wind.
Am Morgen werden wir durch starken Lärm aus dem Schlaf gerissen. Es ist erst 6.00 Uhr und die Bauarbeiter haben Pflastersteine und Sand vom Lastwagen gekippt, damit der Weg neben dem Passanten Hafen neu gemacht werden kann. Ansonsten haben wir eine sehr ruhige Nacht, mitten in Groningen verbracht.

Um 9.30 Uhr haben wir abgelegt und uns aus dem Hafen "ausgefädelt". Am Abend sind einige Schiffe angekommen, so dass der Hafen fast voll war. Für die Fahrt auf dem Emskanal bis zur Oosterschleuse mussten wir wieder den Geräteträger ablegen, damit wir unter den Brücken durchfahren können. Diese öffnen nur zu bestimmten Zeiten, was mit gelegtem Geräteträger aber kein Problem darstellt. bei der Schleuse müssen wir warten, da ein Frachtschiff ebenfalls in Richtung Starkenboorgkanaal fahren möchte. Der Frachter, Antonie, war nicht der schnellste. Die Brücken in Stadtnähe haben wir hinter ihr befahren. Kaum aus der Stadt haben wir die Antonie überholt, was bereits nach ein paar Hundert Meter gelungen ist. Die Durchfahrtshöhen der Brücken sind auf diesem Kanal nur 3.80 Meter, so dass wir doch bei jeder Brücke auf die Antonie warten mussten. Wir konnten trotzdem vor ihr die Brücke passieren, was doch viel angenehmer ist, als im Kielwasser zu fahren. Auf dem Margrit Kanal sind wir dann erlöst. Es gibt nur zwei Brücken mit Bedienungsbedarf für uns. DIe heutige Etappe ist wie Autobahn fahren, ab  und zu Gegenverkehr, zum Teil auch grössere Containerfrachter. Wir kommen zügig voran und erreichen unser Tagesziel, Grou um 16.30 Uhr. In einem ruhigen Hafen haben wir einen Platz zum übernachten gefunden.  


19.5.2016 Grou - Lemmer, ca 40 km

22 Grad, Sonne, etwas Wind.
Heute kündet sich wieder ein sehr schöner Tag an. In der Nacht hat es geregnet, aber bereits um 6.00 Uhr scheint die Sonne in unsere Kabine. Wir haben eine sehr ruhige Nacht in Grou verbracht. Heute gibt es Brötchen und Gipfeli vom Bäcker.

Wir fahren auf einer "touristischen" Rute an unseren Zielort. Obwohl wir schon viel in der Gegend von Sneek und Lemmer unterwegs waren, gibt es immer noch Wasserstrassen und Kanäle die wir noch nicht gefahren sind. Zuerst fahren wir von Grou nach Akkrum. Der Kanal führt uns durch viel mit Landwirtschaft bestückte Felder, wo die Bauern emsig das Gras mähen und wenden um so schnell als möglich Heu daraus zu machen. Wer weiss, wie lange das sonnige Wetter noch anhält. Von Akkrum fahren wir Richtung Sneekermeer und durch den "Noarder Alde Wei" Kanal zum Langwarder Meer. Von hier geht es über den Verbindungskanal, "Skarster Rien", zum Tjeukemeer. Dabei muss die Autobahn gesperrt und die Brücke für uns geöffnet werden. Sofort bildet sich ein Stau, bei dem die Leute aussteigen und uns zuschauen. Sowas gibt's halt nur in Holland! Vom Tjeukemeer fahren wir nach Lemmer und hoffen einen Platz in der Stadt zu ergattern. Leider sind alle Plätze, zum Teil doppelreihig belegt. Also wenden wir und machen im Gemeindehafen vor der Stadt fest. Künftig müssen die Liegegebühren in Lemmer beim Bezahlautomat bezahlt werden. Für den Strom bezahlt man ein Guthaben auf eine Chipkarte und kann damit am Liegeplatz den Strom freischalten. Die Karte kann in verschiedenen Häfen, max zehn, in Friesland verwendet werden. Jeder Hafen hat aber sein eigenes Portemonnaies auf der Karte das mit Geld gefüllt sein muss um Strom zu kaufen.


20.5.2016 Lemmer - Sneek, ca 25 km

19 Grad, viel Regen, Wind kaum Sonne.
In der Nacht fängt es an zu regnen, auch der Wind frischt auf. Am Morgen ist alles trüb und nass, die Schwalben hüpfen auf dem Schiff herum und schnappen sich die Mücken, welche wegen der Nässe nicht mehr wegfliegen können. Ein schönes Schauspiel.

Um 10.00 machen wir die Leinen los und fahren in Richtung Prinses Margriet Kanal. Wir haben es nicht eilig und wählen daher die Rute über Sloten und das Slotermeer. Es hat sehr viel Wind, welcher uns immer wieder in Richtung des Kanalufers weht. Die Brückenwärter reagieren sehr schnell und wir müssen nicht lange vor den Brücken umhermanövrieren. Das wäre bei diesem Wind auch sehr schwierig. Über das Soltermeer kommen zum Wind nun auch noch die Wellen. Ich setze dem ewigen drehen am Steuer ein Ende und schalte den Autopiloten ein. Dieser sucht sich den Weg mühelos durch die Wellen, den Kurs muss ich aber wegen des Windes doch ab und zu korrigieren. Gegen Mittag treffen wir in Woudsend ein. Hier wählen wir den Weg über das Binnenland und fahren über die Wide Wimerts nach Jilst. Wir kommen just bei starkem Regen bei der Brücke im Kanal an. Eigentlich müsste die Brücke Mittagspause haben. Der Brückenwärter hat aber offenbar Mitleid und macht die diese ausserplanmässig für uns auf. In langsamer Fahrt geht es weiter in das Zentrum von Jilst, wo eine weitere Brücke im Wege steht. Aber auch diese öffnet vor Ender der Mittagspause, so dass wir auch hier nicht warten müssen. Bald erreichen wir Sneek, wo wir vor der Südbrücke lange warten müssen. Es kommt ein Passagierschiff entgegen, das nur knapp durch die Brückendurchfahrt passt und anschliessend hart Backbord drehen muss. Das Schiff braucht den ganzen Raum um zu manövrieren. Das Ganze dauert solange, dass danach die Brücke für den Strassenverkehr wieder geschlossen werden muss. Also wieder dümpeln, bis uns die nächste Brückenöffnung in die Stadt lässt. Hier finden wir einen guten und ruhigen Liegeplatz wo wir übernachten werden.


21.5.2016 Sneek - Leeuwarden, ca 30 km

22 Grad, viel Wind, kaum Sonne.
Am Morgen zeigt sich bereits blauer Himmel, als wir unsere Brötchen in der Stadt holen. Kurz vo 9.00 kommt der Hafenmeister vorbei um die Gebühren für die letzte Nacht zu kassieren. Nach dem Frühstück machen wir alles klar für die Rückreise nach Leeuwarden.

Die Nordschleuse in Sneek öffnet bald, so dass wir in den Houkesleat Kanal, welcher uns zum Sneekermeer bringt, einfahren können. Schon bald reihen sich viele Schiffe hinter einander, die ebenfalls zum Sneekermeer wollen. Wir fahren auf dem Prinses Magariet Kanal in Richtung Grou. Die Wellen sind schon beachtlich, so dass die Rina Blue herumtanzt, als würde sie sich freuen wieder auf Reisen zu sein. Zu den vielen Sportschiffen gesellen sich nun auch noch Container- und Kohlefrachter, die in die ein oder andere Richtung auf dem Kanal unterwegs sind. Die Gischt der Wellen spritzt fast bis zum obersten Container und die kleineren Schiffe schaukeln wie an der "Chilbi". In Grou biegen wir über Backbord in den Kanal in Richtung Wargea ab. Nun haben wir keine Wellen mehr, nur noch den Wind, der über die weiten Felder bläst. Die Möwen in der Luft kämpfen sich gegen den Wind und die Enten und Taucher verkriechen sich in den hohen Gräsern die am Kanalufer wachsen. Bald haben wir Leeuwarden erreicht und liegen sicher vertäut im Hafen.
Auch auf dieser Reise sind die kulinarischen Höhepunkte nicht ausgeblieben, auch wenn ich nicht täglich davon geschwärmt habe, haben wir jeden Abend sehr gut gegessen.